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Organisierte Kriminalität in Deutschland

Nach der Definition der Gemeinsamen Arbeitsgruppe Justiz/Polizei (GAG) wird Organisierte Kriminalität (OK) verstanden als „die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte, planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind“. Dabei agieren mehr als zwei Beteiligte auf längerfristige bzw. ungewisse Dauer arbeitsteilig zusammen,
    • in Form von gewerblichen oder geschäftsnahen Strukturen,
    • mithilfe von Gewalt oder anderen Einschüchterungsmitteln oder
    • unter Beeinflussung der Justiz, der öffentlichen Verwaltung, der Politik, der Wirtschaft oder der Medien.

In welchen Bereichen ist die Organisierte Kriminalität aktiv?

Die größten Kriminalitätsbereiche der Organisierte Kriminalität sind unter anderem der Rauschgift- und Waffenhandel bzw. -schmuggel, Schleusungskriminalität, Geldwäsche, Cybercrime oder Umweltkriminalität. Eine Berichterstattung zur Organisierten Kriminalität in Deutschland veröffentlicht insbesondere das Bundeskriminalamt in seinem jährlich erscheinenden Bundeslagebild zu diesem Thema.

In Deutschland fallen die meisten Fälle der OK in den Bereich des Rauschgifthandels bzw. -schmuggels, von insgesamt 594 Ermittlungsverfahren im Jahr 2020 wurden 240 Verfahren dem Bereich des Drogenhandels zugeordnet, dies entspricht einem Anteil von rund 40 Prozent. Die Anzahl der erfassten Rauschgiftdelikte belief sich im Jahr 2020 auf rund 366.000 Fälle, davon entfiel ein Großteil der Fälle auf Handelsdelikte mit der Droge Cannabis und Marihuana

Tatverdächtigte Gruppen der Organisierten Kriminalität

Die Gruppe der erfassten Tatverdächtigen im Bereich Organisierter Kriminalität setzte sich im Jahr 2020 aus insgesamt 2.537 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit und rund 4.000 Personen anderer Staatsangehörigkeiten zusammen. Bei Rauschgifthandelsdelikten mit synthetischen Drogen wie Crystal Meth und Amphetaminen dominierten dabei Tatverdächtige mit deutscher Staatsangehörigkeit, während Handelsdelikte mit Bezug zu Kokain eher Tatverdächtigen nichtdeutscher Staatsangehörigkeit zugeordnet wurden. Wie bereits erwähnt, stellen Rauschgifthandel und Drogendelikte nur einen Teilbereich der Organisierten Kriminalität dar.

In die medialen Schlagzeilen rückte in den vergangenen Jahr das Phänomen der Clankriminalität. Diese Form der Organisierten Kriminalität findet in gesellschaftlich abgeschotteten Gruppen statt, die sich aus familiären Strukturen kriminell organisieren. Ein Großteil der tatverdächtigen Personen aus dem Bereich der Clankriminalität trägt die deutsche Staatsangehörigkeit und sind hauptsächlich im Kriminalitätsbereich des Drogen- und Rauschgifthandels in Erscheinung getreten. Auch die kriminellen Aktivitäten der italienischen Mafia werden im Bereich der Clankriminalität geführt.

Statistiken zur Organisierten Kriminalität in verschiedenen Kriminalitätsbereichen, sowie zu den Gruppierungen der OK finden Sie unter anderem in unserem Dossier Organisierte Kriminalität in Deutschland.

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