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Statistiken zur Jagd in Deutschland

Unter der Jagd wird das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen, Erlegen von Wild durch einen Jäger verstanden. Die Jagd diente dem Menschen, neben dem Sammeln, einst als Nahrungsversorgung sowie als Lieferant von Tierteilen, aus denen Werkzeuge oder Bekleidung hergestellt werden konnten. Später wurde die Jagd zunehmend als Freizeitbeschäftigung, besonders für den Adel, betrieben. Seit dem 20. Jahrhundert kamen vermehrt ökonomische Gründe hinzu. So wird das Populationswachstum gesteuert, Wildschäden reguliert und Seuchen bekämpft.

Jäger in Deutschland und Europa

Die Jagd ist ein Handwerk und kann in Ausbildung gelernt werden. Da in Deutschland die Jagdbezirke oft zu klein sind, ist die Zahl der Berufsjäger relativ gering. Im Jahr 2020 schlossen knapp 13.000 Personen eine Jägerprüfung in Deutschland ab. Insgesamt gab es zuletzt etwa 384.000 Jäger in Deutschland, damit kamen auf einen Jäger 216 Einwohner (Stand: 2020). Mit über 1,3 Millionen Jägern stand Frankreich an der Spitze im Ländervergleich. Das Verhältnis von 51 Einwohnern auf einen Jäger war jedoch deutlich geringer als in Deutschland.

Jagdrecht in Deutschland

In Deutschland ist die Jagd durch das Bundes- bzw. Landesjagdgesetz geregelt. Das Recht besagt, dass das Grundeigentum an Land untrennbar mit dem Jagdrecht verbunden ist. Die Pächter können selbst jagen oder das Recht an Dritte abgeben. Die Grundeigentümer sind in Genossenschaften zusammengeschlossen, da eine Mindestgröße des Eigentums Voraussetzung für die alleinige Jagd ist. Das Jagdrecht beinhaltet jedoch nicht nur das Recht zu jagen, sondern auch die Pflicht der Hege. Dies inkludiert die Fütterung des Wildes in Zeiten der Not sowie den Biotopschutz durch z.B. das Anlegen von Wildäckern.
Trotz der gesetzlichen Regelung kommt es immer wieder zur unrechtmäßigen Jagd, der Wilderei. Im Jahr 2019 wurden 907 Fälle von Wilderei polizeilich erfasst.

Jahresstrecken

Das Rehwild ist das mit Abstand am häufigsten erlegte Wild in Deutschland. So wurden im Jagdjahr 2019/20 rund 1,2 Millionen Rehe erlegt, gefolgt von rund 882.000 Stück Schwarzwild bzw. Wildschweine und etwa 454.000 Füchsen. Aus dem erlegten Rotwild wurden etwa 4,6 Millionen Kilogramm Fleisch (mit Decke und Schwarte) gewonnen. Für das genannte Wildbret wurde 2020 durchschnittlich 4,50 Euro pro Kilogramm verlangt und damit ein Umsatz von rund 20,8 Millionen Euro erzielt. Wildfleisch gilt generell als teuer, aber auch als Delikatesse.



Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Jagd" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Jahresstrecken in Deutschland

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 34 Statistiken aus dem Thema "Jagd".

Jagd

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Statistiken zur Jagd in Deutschland

Unter der Jagd wird das Aufsuchen, Nachstellen, Fangen, Erlegen von Wild durch einen Jäger verstanden. Die Jagd diente dem Menschen, neben dem Sammeln, einst als Nahrungsversorgung sowie als Lieferant von Tierteilen, aus denen Werkzeuge oder Bekleidung hergestellt werden konnten. Später wurde die Jagd zunehmend als Freizeitbeschäftigung, besonders für den Adel, betrieben. Seit dem 20. Jahrhundert kamen vermehrt ökonomische Gründe hinzu. So wird das Populationswachstum gesteuert, Wildschäden reguliert und Seuchen bekämpft.

Jäger in Deutschland und Europa

Die Jagd ist ein Handwerk und kann in Ausbildung gelernt werden. Da in Deutschland die Jagdbezirke oft zu klein sind, ist die Zahl der Berufsjäger relativ gering. Im Jahr 2020 schlossen knapp 13.000 Personen eine Jägerprüfung in Deutschland ab. Insgesamt gab es zuletzt etwa 384.000 Jäger in Deutschland, damit kamen auf einen Jäger 216 Einwohner (Stand: 2020). Mit über 1,3 Millionen Jägern stand Frankreich an der Spitze im Ländervergleich. Das Verhältnis von 51 Einwohnern auf einen Jäger war jedoch deutlich geringer als in Deutschland.

Jagdrecht in Deutschland

In Deutschland ist die Jagd durch das Bundes- bzw. Landesjagdgesetz geregelt. Das Recht besagt, dass das Grundeigentum an Land untrennbar mit dem Jagdrecht verbunden ist. Die Pächter können selbst jagen oder das Recht an Dritte abgeben. Die Grundeigentümer sind in Genossenschaften zusammengeschlossen, da eine Mindestgröße des Eigentums Voraussetzung für die alleinige Jagd ist. Das Jagdrecht beinhaltet jedoch nicht nur das Recht zu jagen, sondern auch die Pflicht der Hege. Dies inkludiert die Fütterung des Wildes in Zeiten der Not sowie den Biotopschutz durch z.B. das Anlegen von Wildäckern.
Trotz der gesetzlichen Regelung kommt es immer wieder zur unrechtmäßigen Jagd, der Wilderei. Im Jahr 2019 wurden 907 Fälle von Wilderei polizeilich erfasst.

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Das Rehwild ist das mit Abstand am häufigsten erlegte Wild in Deutschland. So wurden im Jagdjahr 2019/20 rund 1,2 Millionen Rehe erlegt, gefolgt von rund 882.000 Stück Schwarzwild bzw. Wildschweine und etwa 454.000 Füchsen. Aus dem erlegten Rotwild wurden etwa 4,6 Millionen Kilogramm Fleisch (mit Decke und Schwarte) gewonnen. Für das genannte Wildbret wurde 2020 durchschnittlich 4,50 Euro pro Kilogramm verlangt und damit ein Umsatz von rund 20,8 Millionen Euro erzielt. Wildfleisch gilt generell als teuer, aber auch als Delikatesse.



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