In-depth: eMobility 2021

Statista Mobility Market Outlook

In-depth: eMobility 2021 Der weltweite Absatz von Elektrofahrzeugen hat 2019 die 2-Millionen-Marke geknackt und die Verbreitung von Elektroautos wird in zahlreichen Ländern vorangetrieben. Zurzeit führt Festlandchina den weltweiten Markt mit einem Anteil von fast 50 % an und stellt die USA und Europa damit in den Schatten.
Automobilhersteller arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Modelle und haben sich für die Zukunft hohe Ziele gesteckt. Mit 14 % hat Teslas Model 3 das Rennen um den höchsten Marktanteil 2019 gewonnen, gefolgt von der EU-Serie von BAIC mit 5 % und dem Nissan Leaf mit 3 %.


Was ist enthalten?
  • Marktgrößen, Prognosen, Treiber, Herausforderungen & Trends
  • Detaillierte Informationen zu Batterietechnologien, öffentlichen Verkehrsmitteln, E-Rollern & mehr
  • Consumer Insights & Expertenmeinungen
  • Wettbewerbslandschaft: BMW, BYD, General Motors, Nissan, Tesla
  • Fahrzeugdaten inkl. Modell, Batteriedaten, Reichweite etc.
  • Länderanalyse
  • Special: Verkaufte Elektrofahrzeuge in Europa und Asien
BeschreibungInhaltTabellen

Dieser Report gewährt Einblicke in den eMobility-Markt und legt den Fokus dabei auf Elektroautos, E-Roller, E-Bikes, E-Busse und E-Kleintransporter, informiert aber auch über weitere Themenfelder. Die Excel-Datei ergänzt den Report um eine detaillierte Auflistung aktuell verfügbarer Elektrofahrzeugmodelle und ihrer jeweiligen technischen Eigenschaften.

Die Geschichte der Elektrofahrzeuge begann im frühen 19. Jahrhundert, aber sie nahm erst Fahrt auf, als Tesla in den Markt einstieg und das öffentliche Interesse für Elektroautos neu entfachte. Der weltweite Absatz von Elektrofahrzeugen hat 2019 die 2-Millionen-Marke geknackt und die Verbreitung von Elektroautos wird in zahlreichen Ländern vorangetrieben. Zurzeit führt Festlandchina den weltweiten Markt mit einem Anteil von fast 50 % an und stellt die USA und Europa damit in den Schatten. Automobilhersteller arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Modelle und haben sich für die Zukunft hohe Ziele gesteckt. Mit 14 % hat Teslas Model 3 das Rennen um den höchsten Marktanteil 2019 gewonnen, gefolgt von der EU-Serie von BAIC mit 5 % und dem Nissan Leaf mit 3 %.

Es gibt fünf wesentliche Treiber für den Elektrofahrzeugmarkt: Regierungspolitik, den Tesla-Effekt, gesunkene Batteriekosten, 5G-Rollout und die Einführung des Battery-as-a-Service-Modells. Die Regierungen versuchen, ihre in mehreren globalen Abkommen festgehaltenen Emissionsziele zu erreichen. Zudem haben sie diverse Anreize gesetzt, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen anzukurbeln. Elektrofahrzeuge sind nicht nur ein wichtiger Faktor für das Erreichen von Umweltzielen, Tesla konnte ihnen zusätzlich auch einen Hochleistungsaspekt gepaart mit ästhetischem Anspruch verleihen und hat damit eine maßgebliche Rolle dabei gespielt, die allgemeine Attraktivität der Branche zu erhöhen. Der erhebliche Rückgang der Preise für Akkupacks treibt die massive Verbreitung dieser Fahrzeuge ebenfalls voran. In der Zukunft dürften wiederum die Einführung von 5G und neue Geschäftsmodelle wie Battery-as-a-Service das Wachstum ankurbeln.

Fünf wesentliche Herausforderungen erschweren die Verbreitung von Elektrofahrzeugen: fehlende Infrastruktur (z. B. Ladestationen), die begrenzte Reichweite, hohe Vorlaufkosten, fehlendes Konsumentenwissen, Druck seitens der Ölfirmen und der Autohersteller-Lobby sowie in jüngster Zeit die Auswirkungen von COVID-19 auf Vertrieb und Fertigung. Ladestationen sind nicht nur immer noch sehr selten, sie kommen zudem meist von verschiedenen Anbietern und haben somit keine standardisierten Lade- und Bezahlsysteme. Hohe Vorlaufkosten sorgen außerdem dafür, dass Elektroautos im Vergleich zu Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor weniger attraktiv sind, was vor allem an den hohen Batteriekosten liegt, die oft bis zu 50 % des Gesamtpreises ausmachen. Darüber hinaus verfügen die Konsumenten nach wie vor über kein ausreichendes Hintergrundwissen oder sie haben Bedenken in Bezug auf Elektroautos; zudem betreiben Ölfirmen und Erstausrüster Lobbyarbeit gegen die schnelle Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Die COVID-19-Pandemie hat sich überdies stark auf den Absatz ausgewirkt und zu Unterbrechungen der Lieferketten geführt, wobei die USA hiervon besonders betroffen gewesen sind.

Selbstfahrende Autos und Elektroautos stehen zweifellos in engem Zusammenhang miteinander. Da die Integration und die Komponentensteuerung bei Elektroautos einfacher sind als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, können selbstfahrende Autos bei Ersteren leichter umgesetzt werden. Obwohl die USA Wegbereiter für diesen Trend waren, wird Festlandchina zum Marktführer in diesem Feld werden. Trotz gewisser Hindernisse sind es immer noch die Lithium-Ionen-Akkus, die den Batteriemarkt für Elektroautos voraussichtlich anführen werden. Das liegt vor allem daran, dass die Entwicklung neuer Batterietechnologien sehr teuer und kompliziert ist. Die Vorherrschaft Festlandchinas in der Lieferkette für Lithium-Ionen-Batterien dürfte mittel- bis langfristig zu Ende gehen, da die USA und Europa mehr Kontrolle über verschiedene Elemente der Lieferkette erlangen. Bemerkenswerterweise ist davon auszugehen, dass Quantencomputing die Elektrofahrzeugindustrie maßgeblich verändern und höhere Batteriereichweiten, neue Produkteinführungen und autonomes Fahren nach sich ziehen wird. Wegen der niedrigen Betriebskosten sind Elektroautos auch fester Bestandteil des Ridesharings, weshalb viele Autohersteller Carsharing-Dienste mit Elektrofahrzeugen auf den Markt bringen. Darüber hinaus wird die Nachfrage nach zugehöriger Elektronik und Software in den nächsten Jahren voraussichtlich deutlich wachsen.

Lithium-Ionen-Akkus dominieren den Markt hauptsächlich deshalb, weil sie die größte Reichweite zu niedrigeren Kosten liefern als jeder andere Batterietyp. Wegen gewisser Einschränkungen, zu denen die langen Aufladezeiten, die Größe, das hohe Gewicht und die begrenzte Ladekapazität zählen, setzen Unternehmen wie Toyota, Volkswagen, Nissan und Tesla für ihre zukünftigen E-Fahrzeug-Modelle jedoch auf Festkörper-, Lithium-Schwefel- und Zink-Luft-Akkumulatoren. Zudem arbeiten Universitäten, Technologieunternehmen und unabhängige Batterie-Start-ups zusammen an der Entwicklung weiterer Batterietypen, zum Beispiel von Aluminium-Ionen-Akkus, intelligenten Membranen oder graphenbasierten Superkondensatoren. So sollen kürzere Aufladezeiten und längere Lebenszyklen ermöglicht werden.

Die zunehmende Umweltverschmutzung, die potenziellen Einsparungen von Betriebskosten und die starke Abhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln stellen die drei Hauptfaktoren dar, die die schrittweise Umstellung vom kohlenwasserstoffbasierten hin zum elektrifizierten Nahverkehr antreiben. Die weltweite Anzahl an E-Bussen wird schätzungsweise um 300 % ansteigen – von 386.000 im Jahr 2017 auf 1,2 Millionen im Jahr 2025. Der Anteil Festlandchinas beträgt hierbei 99 %. Die fünf Hauptgründe für Chinas Dominanz sind finanzielle Unterstützung durch die Regierung, die große Stadtbevölkerung und die daraus resultierende Verschmutzung, eine weniger veraltete Verkehrsinfrastruktur, der Welthandel sowie das erhöhte öffentliche Bewusstsein.

E-Roller haben in letzter Zeit an Popularität gewonnen und werden in vielen globalen Märkten als Lösung für das Last-Mile-Problem beim Transport angesehen. Zwar liegt das Hauptmotiv für die Entwicklung der verschiedenen alternativen Antriebstechnologien in der Begrenzung der Umweltschäden, die hauptsächlich durch umweltverschmutzende Fahrzeuge verursacht werden, aber die E-Roller-Branche wird speziell durch den Aufstieg der Mikromobilität angetrieben. Das Ziel ist dabei die Neugestaltung des Stadtverkehrs mit günstigeren und schnelleren Alternativen zum Auto – gerade in dicht bevölkerten Gebieten in den USA, Asien und Lateinamerika.

E-Bikes sind im Wesentlichen gewöhnliche Fahrräder, die mit einem wiederaufladbaren Akku und einem Motor ausgestattet sind, wodurch sie schneller in Fahrt kommen und Geschwindigkeiten von bis zu ca. 45 km/h erreichen. Sie sehen aus und funktionieren wie normale Fahrräder. Ob bzw. wann man die Pedale während der Fahrt nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. E-Bikes lassen sich anhand ihrer Funktionalität (Mountainbikes, Rennräder, Hybrid-Fahrräder, Klappräder und Citybikes) oder ihres Designs (mit Tretkraftunterstützung/Pedelec, mit Gaspedal und S-Pedelec) unterscheiden. Die weltweit zunehmende Beliebtheit von E-Rollern hat auch zu einem gesteigerten Interesse an E-Bikes geführt. Das erste E-Bike wurde 1993 in Japan hergestellt, als Yamaha ein Fahrrad mit Tretkraftunterstützung auf den Markt brachte.

Da sich der Elektroantrieb bei Fahrzeugen weltweit immer mehr durchsetzt, ist zu erwarten, dass die nächste Entwicklungsphase vor allem im Bereich der Liefer- und Lastkraftwagen stattfinden wird. Der Übergang zu saubereren Motoren ist bei größeren Fahrzeugen umso notwendiger, da sie die Umwelt mehr verschmutzen als gewöhnliche Autos. Obwohl der Anteil an Nutzfahrzeugen und Schwerlastern in Europa unter 5 % liegt, verursachen diese Fahrzeuge knapp 20 % der Treibhausgasemissionen. Einer der Hauptgründe dafür, dass der Umbruch zur Elektrotechnologie in der Kleintransporter-Branche in einem so rasanten Tempo erfolgt, ist die hohe und vorhersehbare Nutzungsrate.

Einblicke in das Verbraucherverhalten zeigen, dass Benzin und Diesel in den USA, im Vereinigten Königreich und in Deutschland am weitesten verbreitet sind, wenn es um den Antrieb des vorwiegend genutzten Autos geht. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zukünftiges Auto mit Benzin betrieben wird, zurzeit noch am höchsten, aber Hybrid- und Elektroantriebe holen hier auf. Autos mit Elektroantrieb werden als nachhaltig und umweltfreundlich angesehen, jedoch nicht als besonders sportlich, wohingegen benzinbetriebene Fahrzeuge in Sachen Alltagstauglichkeit und Sportlichkeit punkten können. In Deutschland werden die staatlichen Subventionen für Elektroautos als niedrig erachtet. Die geringere Umweltverschmutzung wird als größter Vorteil eines Elektroautos wahrgenommen. Die innovativste Marke im Bereich der alternativen Antriebe ist Tesla. Diese wird von allen Marken auch am stärksten mit Elektromobilität in Verbindung gebracht.

Deutsche E-Mobilitäts-Experten sehen das Geschäftsumfeld in Deutschland im internationalen Vergleich kritisch; die Förderungen seitens der Regierung haben nur geringen bis gar keinen Einfluss auf die Verkäufe von Elektroautos. Experten sagten voraus, dass die Zahl der neu zugelassenen Dieselautos bis 2020 rückläufig sein würde und die Neuzulassungen von Hybrid- und Elektroautos zunehmen würden. Diese Prognose hat sich zweifellos bewahrheitet. Eine höhere Anzahl an Ladestationen hätte den größten Einfluss auf den Markt, da 53 % der Umfrageteilnehmer die bestehende Infrastruktur als sehr oder eher schlecht wahrnehmen. Tesla wird unter den Erstausrüstern als führend in den Kategorien Reichweite, Benutzerfreundlichkeit und Batterieleistung betrachtet. Selbstfahrende Autos werden als bahnbrechend für den Mobilitätssektor wahrgenommen.

Tesla ist die bekannteste Elektrofahrzeugmarke der Welt; im Jahr 2020 belief sich der Absatz des Model 3 und des Model Y zusammengenommen auf 440.000 Einheiten. Ästhetik und höhere Reichweiten im Vergleich zu anderen Elektrofahrzeugen sind die Hauptgründe für Teslas Erfolg. Allerdings haben Produktionsprobleme bei dem Model 3 zu Verzögerungen und Liquiditätsschwierigkeiten geführt. BYD ist eine der meistverkauften Marken in Festlandchina, die jedoch keinen sonderlich großen Fokus auf internationale Märkte legt. Mit einem Absatz von fast 49.000 Einheiten war der Qin im Jahr 2020 die meistverkaufte Marke des Unternehmens. Weitere führende Unternehmen sind BAIC, BMW, General Motors und Nissan.

Festlandchina, die USA und Deutschland waren 2019 die drei größten Märkte für Elektrofahrzeuge; 71 % der weltweiten Elektrofahrzeugverkäufe entfielen in dem Jahr auf diese drei Märkte. Mit Wachstumsraten von 355 % bzw. 154 % stiegen die Verkäufe von E-Fahrzeugen in Brasilien und Australien 2019 am meisten an. Die Verkäufe von E-Fahrzeugen in Japan waren 2019 wiederum rückläufig, womit sich der Abwärtstrend aus dem Vorjahr fortsetzte. Bei der Ladeinfrastruktur liegt Festlandchina mit mehr als 515.000 öffentlichen Ladestationen erneut vorn, gefolgt von den USA (ca. 77.000), den Niederlanden (ca. 50.000) und Deutschland (ca. 37.000).

Seit 2013 steigt die Zahl der verkauften Plug-in-Elektrofahrzeuge in Europa stetig an; in den acht führenden Ländern betrug der Absatz 2019 zusammengenommen über 291.000 Einheiten. Die führenden Länder im Jahr 2019 waren Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Schweden, Portugal und Finnland. Bei den E-Kleintransportern (einschließlich BEVs und PHEVs) verzeichnete der französische Markt 2019 den höchsten Absatz, gefolgt von Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Portugal und Finnland.

Festlandchina ist mit Abstand der Marktführer, nicht nur in Asien, sondern auch weltweit. Die Zahl der verkauften Plug-in-Elektrofahrzeuge belief sich im Jahr 2019 auf über 834.000, was fast dreimal so viel ist wie der Absatz der acht führenden Märkte in Europa zusammengenommen. Südkorea, Japan, Indien und Thailand sind die anderen führenden Märkte in Asien. Was E-Kleintransporter betrifft, so hat Festlandchina einen Anteil von 99 % am asiatischen Markt.

  • Sprache: Englisch
  • Veröffentlicht: April 2021
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