In-depth: eMobility 2019

Statista Mobility Market Outlook

In-depth: eMobility 2019 2019 wurden an die zwei Millionen Elektrofahrzeuge verkauft, womit sich die Zahl aus 2017 beinahe verdoppelt hat. Der Report verdeutlicht, wie China den weltweiten Markt mit einem Anteil von 55 % anführt und die USA und Europa damit weit hinter sich lässt.

Automobilhersteller arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Modelle und haben sich für die Zukunft hohe Ziele gesteckt. 2018 hat Teslas Model 3 mit 7 % das Rennen um den höchsten Marktanteil gewonnen, gefolgt von der EC-Serie von BAIC und dem Nissan Leaf (jeweils 4 %).


Was ist enthalten?
  • Marktgrößen, Prognosen, Treiber, Herausforderungen & Trends
  • Detaillierte Informationen zu Batterietechnologien, öffentlichen Verkehrsmitteln, E-Scootern & mehr
  • Consumer Insights & Expertenmeinungen
  • Wettbewerbslandschaft: BMW, BYD, General Motors, Nissan, Tesla
  • Fahrzeugdaten inkl. Modell, Batteriedaten, Reichweite etc.

Anmerkung: Der Report ist nur in englischer Sprache verfügbar.

BeschreibungInhaltTabellen

Dieser Report gewährt Einblicke in den eMobility-Markt, wobei er den Fokus auf Elektroautos legt, zudem aber auch über weitere Themenfelder informiert. Die Excel-Datei ergänzt den Report durch eine detaillierte Auflistung von aktuell verfügbaren Elektrofahrzeug-Modellen sowie deren Spezifikationen.

Die Geschichte der Elektrofahrzeuge begann bereits im frühen 19. Jahrhundert, doch sie kam erst dann wirklich in Fahrt, als Tesla in den Markt einstieg und das Interesse für Elektroautos neu entfachte. Der Absatz von Elektrofahrzeugen hat, weltweit betrachtet, 2018 die 2-Millionen-Marke geknackt, und zusätzlich wird die Verbreitung von Elektroautos in zahlreichen Ländern vorangetrieben. Zurzeit führt Festlandchina den weltweiten Markt mit einem Anteil von fast 56 % an und stellt die USA und Europa damit in den Schatten. Automobilhersteller arbeiten ständig an der Entwicklung neuer Modelle und haben sich für die Zukunft hohe Ziele gesteckt. 2018 hat Teslas Model 3 mit 7 % das Rennen um den höchsten Marktanteil gewonnen, gefolgt von der EC-Serie von BAIC und dem Nissan Leaf (jeweils 4 %).

Es gibt drei wesentliche Treiber für den Elektrofahrzeugmarkt: Regierungspolitik, den Tesla-Effekt und gesunkene Batteriekosten. Die Regierungen versuchen, ihre in mehreren globalen Abkommen festgehaltenen Emissionsziele zu erreichen. Zudem haben sie diverse Anreize gesetzt, um den Verkauf von Elektrofahrzeugen voranzutreiben. Zu Zeiten, in denen Elektrofahrzeuge einen maßgeblichen Faktor für das Erreichen von Umweltzielen darstellen, hat Tesla ihnen ein Image als High-Performance-Wagen mit ästhetischem Anspruch verschafft. Die Preise für Akkupacks sind zwischen 2010 und 2016 um mehr als 80 % gesunken, wodurch wiederum Elektroautos deutlich erschwinglicher wurden.

Die vier größten Herausforderungen, die die Adoption von Elektrofahrzeugen erschweren, sind der Mangel an Infrastruktur (z. B. das Fehlen von Ladestationen), hohe Vorlaufkosten, fehlendes Konsumentenwissen und falsche Wahrnehmung sowie nicht zuletzt der Druck, der vonseiten der Ölfirmen und der Autohersteller-Lobby ausgeht. Ladestationen sind nicht nur sehr rar und weit voneinander entfernt, sie kommen zudem meist von verschiedenen Anbietern und haben somit keine standardisierten Lade- und Bezahlsysteme. Hohe Vorlaufkosten sorgen noch immer dafür, dass Elektroautos gegenüber Fahrzeugen mit klassischem Verbrennungsmotor als weniger attraktiv gelten, was vor allem an den hohen Batteriekosten liegt, die 50 % des Gesamtpreises ausmachen. Noch immer verfügen die Konsumenten nicht über ausreichend Hintergrundwissen über Elektroautos oder haben Bedenken; zudem betreiben Ölfirmen und Erstausrüster Lobbyarbeit gegen die schnelle Verbreitung von Elektrofahrzeugen.

Selbstfahrende Autos und Elektroautos stehen in engem Zusammenhang miteinander. Da bei Elektroautos die Integration und Komponentensteurung nicht so aufwendig ist wie bei Fahrzeugen, die mit einem Verbrennungsmotor betrieben werden, fällt die Umsetzung in selbstfahrende Autos bei ersteren leichter. Obwohl die USA Wegbereiter für diesen Trend waren, wird Festlandchina in diesem Feld Marktführer werden. Trotz gewisser Hindernisse sind es immer noch die Lithium-Ionen-Akkus, die voraussichtlich den Batteriemarkt für Elektroautos anführen werden. Das liegt vor allem daran, dass die Entwicklung neuer Batterietechnologien sehr teuer und kompliziert ist. Wegen der niedrigen Betriebskosten sind Elektroautos auch fester Bestandteil des Ridesharings, weshalb viele Autohersteller Carsharing-Dienste mit Elektrofahrzeugen auf den Markt bringen.

Lithium-Ionen-Akkus dominieren den Markt hauptsächlich deshalb, weil sie die höchste Leistung (und damit die größte Reichweite) zu niedrigeren Kosten liefern als jeder andere Batterietyp. Wegen gewisser Einschränkungen, zu denen die langen Aufladezeiten, das hohe Gewicht, die Größe und die Ladekapazität zählen, setzen Unternehmen wie Toyota, Volkswagen, Nissan und Tesla für ihre zukünftigen E-Fahrzeug-Modelle jedoch auf Lithium-Schwefel-, Zink-Luft- und Festkörperakkumulatoren. Zudem arbeiten Universitäten, Technologieunternehmen und unabhängige Batterie-Start-ups zusammen an der Entwicklung weiterer Batterietypen, zum Beispiel von Aluminium-Ionen-Akkus, intelligenten Membranen oder graphenbasierten Superkondensatoren. So sollen kürzere Aufladezeiten und längere Lebenszyklen ermöglicht werden.

Die zunehmende Umweltverschmutzung, die potenziellen Einsparungen von Betriebskosten und die starke Abhängigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln stellen die drei Hauptfaktoren dar, die die schrittweise Umstellung vom kohlenwasserstoffbasierten hin zum elektrifizierten Nahverkehr antreiben. Die weltweite Anzahl an E-Bussen wird schätzungsweise um 300 % ansteigen – von 386.000 im Jahr 2017 auf 1,2 Millionen im Jahr 2025. Festlandchina hat dabei einen Anteil von 99 %. Die fünf Hauptgründe für Chinas Dominanz sind finanzielle Unterstützung durch die Regierung, die große Stadtbevölkerung und die daraus resultierende Verschmutzung, eine weniger veraltete Verkehrsinfrastruktur, der Welthandel sowie die gestiegene öffentliche Wahrnehmung.

Ebenfalls in den Bereich der Elektromobilität fallen die E-Roller, die sich aktuell großer Beliebtheit erfreuen und für die Lösung des "Last-Mile"-Problems beim Transport in vielen globalen Märkten gehalten werden. Zwar liegt das Hauptmotiv für die Entwicklung der verschiedenen alternativen Antriebstechnologien in der Begrenzung der Umweltschäden. Die E-Roller-Branche wird aber vor allem durch die Verbreitung der Mikromobilität angetrieben, welche eine Neugestaltung des Stadtverkehrs mit günstigeren und schnelleren Alternativen zum Auto bezweckt – gerade in dicht bevölkerten Gebieten in den USA, Asien und Lateinamerika.

E-Bikes sind im Wesentlichen gewöhnliche Fahrräder, die mit einem wiederaufladbaren Akku und einem Motor ausgestattet sind, wodurch sie schneller in Fahrt kommen und Geschwindigkeiten von bis zu ca. 45 km/h erreichen. Sie sehen aus wie normale Fahrräder und funktionieren auch auf dieselbe Weise. Ob und wann man die Pedale während der Fahrt nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. E-Bikes lassen sich anhand ihrer Funktionalität (Mountainbikes, Rennräder, Hybrid-Fahrräder, Klappräder und Citybikes) oder ihres Designs (mit Tretkraftunterstützung / Pedelec, mit Gaspedal und S-Pedelec) unterscheiden. Die weltweit zunehmende Beliebtheit von E-Rollern hat auch zu einem gesteigerten Interesse an E-Bikes geführt. Das erste E-Bike wurde 1993 in Japan hergestellt, als Yamaha ein Fahrrad mit Tretkraftunterstützung auf den Markt brachte.

Da sich der Elektroantrieb bei Fahrzeugen weltweit immer mehr durchsetzt, ist zu erwarten, dass die nächste Entwicklungsphase vor allem im Bereich der Liefer- und Lastkraftwagen stattfinden wird. Der Übergang zu saubereren Motoren ist bei größeren Fahrzeugen umso notwendiger, da sie die Umwelt mehr verschmutzen als gewöhnliche Autos. Obwohl der Anteil an Nutzfahrzeugen und Schwerlastern in Europa unter 5 % liegt, verursachen diese Fahrzeuge knapp 20 % der Treibhausgasemissionen. Einer der Hauptgründe dafür, dass der Umbruch zur Elektrotechnologie in der Leicht-Lkw-Branche in einem so rasanten Tempo erfolgt, ist die hohe und vorhersehbare Nutzungsrate.

Einblicke in das Verbraucherverhalten zeigen, dass Benzin und Diesel in den USA, im Vereinigten Königreich und in Deutschland am weitesten verbreitet sind, wenn es um den Antrieb des vorwiegend genutzten Autos geht. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zukünftiges Auto mit Benzin betrieben wird, zurzeit noch am höchsten, jedoch holen Hybrid- und Elektroantriebe hier auf. Elektrische Antriebe werden als nachhaltig und umweltfreundlich angesehen, jedoch nicht als sportlich, wohingegen Benzinantriebe in Sachen Alltagstauglichkeit und Sportlichkeit punkten können. In Deutschland werden die staatlichen Subventionen für Elektroautos als niedrig erachtet. Die geringere Umweltverschmutzung wird als größter Vorteil eines Elektroautos wahrgenommen. Die innovativste Marke im Bereich der alternativen Antriebe ist Tesla. Diese wird von allen Marken auch am stärksten mit Elektromobilität in Verbindung gebracht.

Deutsche E-Mobilitäts-Experten sehen das Geschäftsumfeld in Deutschland im internationalen Vergleich kritisch; die Förderungen seitens der Regierung haben nur geringen bis gar keinen Einfluss auf die Verkäufe von Elektroautos. Experten erwarten bis zum Jahr 2020 bei neuen Kfz-Zulassungen weniger Dieselantriebe und dafür mehr Hybrid- und Elektroantriebe. Die höhere Anzahl an Ladestationen hat den größten Einfluss auf den Markt, da 53 % die bestehende Infrastruktur als sehr oder eher schlecht wahrnehmen. Tesla wird unter den Erstausrüstern als führend in den Kategorien Reichweite, Benutzerfreundlichkeit und Batterieleistung angesehen. Selbstfahrende Autos werden als bahnbrechend für den Mobilitätssektor betrachtet.

Tesla ist die weltweit bekannteste Marke für Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2018 wurden das Model 3 und das Model S fast 200.000-mal verkauft. Ästhetik und höhere Reichweiten im Vergleich zu anderen Elektrofahrzeugen sind die Hauptgründe für Teslas Erfolg. Es gab allerdings Schwierigkeiten bei der Produktion des Model 3, die zu Verzögerungen und Liquiditätsproblemen führten. BYD ist eine der meistverkauften Marken in Festlandchina, auf internationale Märkte konzentriert sie sich hingegen weniger. Das Unternehmen hat sechs Elektrofahrzeugmodelle auf dem Markt und verkaufte im Jahr 2018 über 250.000 Elektrofahrzeuge. Weitere führende Unternehmen sind unter anderem BAIC, BMW, General Motors und Nissan.

Festlandchina, die USA und Norwegen waren im Jahr 2018 die drei größten Märkte für elektrische Fahrzeuge; die Neuzulassungen von Elektroautos nahmen um 93 %, 82 % bzw. 17 % zu. Die Überlegenheit dieser drei Märkte kann anhand der Tatsache festgestellt werden, dass sie im Jahr 2018 zusammen einen Anteil von 77 % an den weltweiten Verkäufen von sämtlichen Elektrofahrzeugen hatten. Mit Wachstumsraten von 142 % bzw. 94 % stiegen die Verkäufe von E-Fahrzeugen in den Niederlanden und in Portugal 2018 am meisten an. Japan hingegen, das von 2010 an ein kontinuierliches Wachstum im Verkauf von E-Fahrzeuge verzeichnen konnte, musste 2018 einen Rückgang von rund 4 % hinnehmen. Im Bereich der Auflademöglichkeiten liegt Festlandchina mit etwa 220.000 öffentlichen Ladestationen erneut vorn, gefolgt von den USA (ca. 57.000), den Niederlanden (ca. 37.000) und Deutschland (ca. 27.000).

Seit 2013 steigt die Zahl der Plug-in-Elektrofahrzeuge (PEV) in der EU stetig an – von 24.549 verkauften Autos im Jahr 2013 auf 149.955 im Jahr 2018. Die führenden zehn Länder waren im Jahr 2018 Deutschland, Frankreich, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Schweden, Österreich, Spanien, Italien, Portugal und Belgien. Ein Großteil dieser Länder verzeichnete dank der immer weiter steigenden Anzahl an neuen Plug-in-Elektrofahrzeugen auf dem Markt in den Jahren 2017 und 2018 ein steiles Wachstum. Während die Anzahl der E-Fahrzeuge 2018 merklich angestiegen ist, haben die Plug-in-Fahrzeuge noch immer einen geringen Marktanteil. Die Niederlande liegen mit einem Anteil von 5,8 % vorne, gefolgt von Malta (3,4 %), Österreich (2,0 %) und Portugal (1,9 %).

  • Sprache: Englisch
  • Veröffentlicht: Dezember 2019
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