Studie zur Geschäftslage deutscher und europäischer Banken 2016

Befragungsergebnisse

Trübe Stimmung unter den deutschen Banken: 42 Prozent der deutschen Kreditinstitute rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage im laufenden Jahr – nur 31 Prozent gehen von einer Verbesserung aus. Damit sind die deutschen Banken im europäischen Vergleich neben den polnischen Kreditinstituten am pessimistischsten: Europaweit rechnen immerhin mehr als die Hälfte der Banken (52 Prozent) mit besseren Geschäften, nur 23 Prozent mit einer Eintrübung.

Im Durchschnitt gehen die deutschen Banken von einer Verschlechterung der Eigenkapitalrentabilität um 0,2 Prozent aus – europaweit wird hingegen ein Anstieg um 1,1 Prozent prognostiziert, die irischen und britischen Banken rechnen sogar mit einer Verbesserung um 2,8 bzw. 2,7 Prozent.
Um gegenzusteuern, soll gerade in Deutschland die Belegschaft abgebaut werden: 61 Prozent der deutschen Banken wollen Stellen streichen, nur 14 Prozent wollen neue Jobs schaffen. Auch europaweit ist mit einem weiteren Stellenabbau zu rechnen, der aber weniger deutlich ausfallen dürfte: Gut jede zweite Bank in Europa (54 Prozent) plant, Jobs abzubauen, 26 Prozent rechnen mit zusätzlichen Neueinstellungen.
Das sind Ergebnisse des aktuellen „Bankenbarometers“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Für die Studie wurden 250 Banken in mehreren europäischen Ländern befragt. In Deutschland nahmen 72 Banken an der Umfrage teil.
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlicht: April 2016
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