Kennzahlenanalyse US-Banken vs. europäische Banken H1 2015

Eine Analyse wichtiger Bilanzkennzahlen - Januar bis Juni 2015

Die gute Konjunkturentwicklung, der Boom auf dem M&A-Markt und rückläufige Strafzahlungen haben den europäischen und US-amerikanischen Großbanken im ersten Halbjahr 2015 ein deutliches Gewinnwachstum beschert: Die zehn größten Geldinstitute der USA konnten ihren Nettogewinn um 47 Prozent von 40 auf 59 Milliarden Euro steigern. Die europäischen Top-Banken schafften – bei einem niedrigeren Ausgangsniveau – sogar einen Gewinnanstieg um 73 Prozent von 17 auf 29 Milliarden Euro.
Nach wie vor wirtschaften aber die US-Banken deutlich profitabler als ihre europäischen Wettbewerber: Die Eigenkapitalrentabilität, der sogenannte Return on Equity (RoE), lag bei den europäischen Top-Banken im ersten Halbjahr bei gerade einmal 6,7 Prozent (Vorjahreszeitraum: 4,5 Prozent). Die US-Banken schafften hingegen einen RoE von 11,3 Prozent (Vorjahr: 9,9 Prozent).

Ein Grund für die verbesserte Gewinnsituation sind rückläufige Strafzahlungen, mit denen Verstöße gegen Börsenregularien und staatliche Wirtschaftssanktionen, Goldpreismanipulationen und umstrittene Hypothekengeschäfte geahndet wurden: Im vergangenen Jahr hatten noch hohe Strafen den Großbanken in Europa und den USA den Gewinn verhagelt. Insgesamt 18,9 Milliarden Euro mussten die jeweils zehn größten Geldinstitute dies- und jenseits des Atlantiks im ersten Halbjahr 2014 an Strafen zahlen. In diesem Jahr lag die Gesamthöhe der von den 20 untersuchten Banken zu zahlenden Strafen in den ersten sechs Monaten 2015 bei 12,7 Milliarden Euro – ein Rückgang um ein Drittel. Die höchsten Belastungen mussten im ersten Halbjahr die Deutsche Bank und Morgan Stanley hinnehmen, denen jeweils 2,3 Milliarden Euro an Strafzahlungen auferlegt wurden.
Das sind Ergebnisse einer von der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY durchgeführten Analyse der Bilanzen der jeweils nach Bilanzsumme zehn größten Banken in den Vereinigten Staaten und Europa.
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlicht: September 2015
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