Bauhauptgewerbe

Das Bauhauptgewerbe besteht laut Definition vornehmlich aus den Unternehmen in den Bereichen Rohbau, Hoch- und Tiefbau und im Landschafts- und Straßenbau. Das Bauhauptgewerbe ist Teil der Bauwirtschaft. Gemessen an der Höhe der Bauinvestitionen ist Deutschland Spitzenreiter innerhalb Europas, 2013 wurden hier über 271 Milliarden Euro investiert. 


Umsatz im Bauhauptgewerbe

 

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe in Deutschland lag 2014 bei ungefähr 99 Milliarden Euro. Für 2015 wird ein Umsatz von 101 Milliarden Euro erwartet. Den Großteil des Umsatzes im Bauhauptgewerbe streichen dabei vor allem die kleineren Betriebe mit unter 20 Beschäftigten ein, ihr Anteil machte im Jahr 2013 rund 33,7 Prozent aus. Der Umsatz in den einzelnen Bereichen des Bauhauptgewerbes ist relativ ausgeglichen: Im Wohnungsbau wurden im Jahr 2013 rund 33,7 Milliarden Euro umgesetzt, im Wirtschaftsbau 34,5 Milliarden und im Öffentlichen Bau 27,3 Milliarden Euro. Mit dem Bau von Gebäuden sollen im Jahr 2015 rund 39 Milliarden Euro umgesetzt werden. 

 

Bei den größten Bauunternehmen der Welt haben die Chinesen eindeutig die Nase vorn, chinesische Unternehmen belegen im Ländervergleich die ersten vier Plätze mit der ›China State Construction Engineering Corporation‹ an der Spitze (Jahresumsatz: 97,9 Milliarden US-Dollar). Das bestplatzierte deutsche Unternehmen ist Hochtief, mit einem Jahresumsatz von 37 Milliarden US-Dollar. Die Bauleistung des Essener Unternehmens betrug für 2013 rund 29,05 Milliarden Euro. 

 

Beschäftigte und Ausbildung

 

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe in Deutschland lag 2014 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei rund 757.000. 2003 waren noch rund 814.000 Menschen in diesem Bereich des Baugewerbes tätig. Insgesamt ist allerdings in den letzten Jahren ein leichter Anstieg in den Beschäftigtenzahlen festzustellen. Die Zahl der Auszubildenden im Baugewerbe insgesamt lag laut Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im Jahr 2012 bei rund 37.300. Der Wert ist in den vergangenen Jahren auf einem vergleichbarem Niveau geblieben. Der Anteil der Frauen unter den Beschäftigten im Baugewerbe ist sehr gering. 2013 waren nur 13,1 Prozent der Beschäftigen Frauen. Im Bauhauptgewerbe ist die Frauenqoute sogar noch geringer als in der Gesamtbranche. Hier liegt der Anteil bei gerade einmal 9,5 Prozent.

 

Es gibt einen Mindestlohn im Bauhauptgewerbe. Dieser liegt seit Anfang 2015 bei mindestens 10,75 Euro. Je nach Kategorie und Region gibt es jedoch Unterscheidungen. In den nächsten Jahren soll der Mindestlohn stufenweise jeweils weiter angehoben werden. 

 

Dominiert wird das Bauhauptgewerbe von kleineren Unternehmen mit bis zu 19 Beschäftigten. Zu dieser Größenklasse gehörten im Jahr 2013 etwa 89,7 Prozent aller Betriebe. Zum Vergleich: Unternehmen mit 50 bis 199 Mitarbeitern machten zu diesem Zeitpunkt nur etwa 2,7 Prozent aus (Verteilung der Betriebe im Bauhauptgewerbe). Insgesamt beläuft sich die Anzahl der Betriebe im Bauhauptgewerbe in Deutschland auf rund 75.000 für das Jahr 2013. 

 

 

Weitere redaktionell zusammengestellte Informationen im Statista-Dossier zum Bauhauptgewerbe in Deutschland

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