Statistiken zur Kernenergie

Statistiken zur Kernenergie

Statistiken zur Kernenergienutzung

Kernenergie ist die weltweit drittwichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung. Frankreich ist mit 73 Prozent das wichtigste Land weltweit gemessen am Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung. In Deutschland lag der Atomstromanteil im Jahr 2013 bei 15,5 Prozent. Im Zuge der Novellierung des Atomgesetzes wurden im August 2011 acht deutsche Kernreaktoren abgeschaltet. Die Laufzeit der übrigen neun Kraftwerke ist zeitlich gestaffelt, endet aber spätestens im Jahr 2022.

Die von E.ON betriebenen Kernkraftwerke Isar 2 nahe Regensburg und das in Schlesweig-Holstein liegende Kernkraftwerk Brokdorf sind mit einer Nennleistung von rund 1,5 Gigawatt die größten Kernkraftwerke weltweit im Jahr 2013. Im internationalen Vergleich ist das Kernkraftwerk Isar 2 das größte Kernkraftwerk mit einer Bruttostromerzeugung von 12 Terawattstunden.

Bedeutendste Unternehmen weltweit im Bereich Uranabbau sind Areva und KazAtomProm mit einem Marktanteil von jeweils 15 Prozent. Unter den weltweit führenden Urananreicherungsunternehmen erreicht Areva Platz drei mit einem Marktanteil von 19 Prozent. Weltmarktführer ist das russische Unternehmen TVEL. Auch in der Herstellung von Brennstäben für Kernkraftwerke befinden sich TVEL und Areva unter den Top drei, Marktführer sind Areva und das amerikanische Unternehmen Westinghouse Electric mit einem Marktanteil von jeweils 30 Prozent.

Die Nutzung von Nukleartechnik führt zu einer stetig wachsenden Menge an Atommüll. Die Frage nach der endgültigen Lagerung von hochradioaktivem Abfall ist bisher noch ungelöst. Bei hochradioaktivem Atommüll handelt es sich um Schwermetall aus abgebrannten Brennelementen aus den in Betrieb befindlichen und stillgelegten Kernkraftwerken. Weltweit betrug die Menge des angefallenen mittel- und hochradioaktiven Abfalls im Jahr 2012 knapp drei Millionen Kubikmeter.
Das größte Zwischenlager für Atommüll in Deutschland befindet sich im Münsterland nahe der Stadt Ahaus. Hier können maximal 3.960 Tonnen Kernbrennstoff in Form von bestrahlten Brennelementen in Castor-Behältern auf 370 Stellplätzen eingelagert werden. Im Jahr 2009 waren 64 Tonnen der gesamten Lagerkapazität belegt. Das Zwischenlager Nord am Standort Greifswald, was zur Aufbewahrung von bestrahlten Brennelementen aus den nicht mehr in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken Greifswald und Rheinsberg dient, hat seine maximale Lagerkapazität von 585 Tonnen bereits erreicht.

Foto: Statista

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Sprache:   Deutsch
Seite/n: 69
Veröffentlicht: 2013
Dokument: Powerpoint (PPTX)
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