Statistiken zur Kernenergie

Statistiken zur Kernenergie

Statistiken zur Kernenergienutzung

Kernenergie ist die weltweit viertwichtigste Energiequelle zur Stromerzeugung. Frankreich ist mit rund 77 Prozent das wichtigste Land weltweit gemessen am Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung. In Deutschland lag der Atomstromanteil im Jahr 2014 bei 15,8 Prozent. Im Zuge der Novellierung des Atomgesetzes wurden im August 2011 acht deutsche Kernreaktoren abgeschaltet. Im Juni 2015 erfolgte die vorzeitige Abschaltung des von E.ON betriebenen AKWs Grafenrheinfeld - ein halbes Jahr vor dem geplanten Termin. Die Laufzeit der übrigen acht Kraftwerke ist zeitlich gestaffelt, endet aber spätestens im Jahr 2022.

Die von E.ON betriebenen Kernkraftwerke Isar 2 nahe Regensburg und das in Schlesweig-Holstein liegende Kernkraftwerk Brokdorf gehören mit einer Nennleistung von rund 1,5 Gigawatt zu den größten Kernkraftwerken weltweit im Jahr 2014.

Bedeutendste Unternehmen weltweit im Bereich Uranabbau sind KazAtomProm, Areva und Cameco und mit einem Marktanteil von jeweils etwa 15 Prozent. Unter den weltweit führenden Urananreicherungsunternehmen erreicht Areva Platz drei mit einem Marktanteil von zehn Prozent. Weltmarktführer ist das russische Unternehmen TVEL. Auch in der Herstellung von Brennstäben für Kernkraftwerke befinden sich TVEL und Areva unter den Top drei, Marktführer ist hier das amerikanische Unternehmen Westinghouse Electric mit einem Marktanteil von 31 Prozent.

Die Nutzung von Nukleartechnik führt zu einer stetig wachsenden Menge an Atommüll. Die Frage nach der endgültigen Lagerung von hochradioaktivem Abfall ist bisher noch ungelöst. Bei hochradioaktivem Atommüll handelt es sich um Schwermetall aus abgebrannten Brennelementen aus den in Betrieb befindlichen und stillgelegten Kernkraftwerken. Weltweit betrug die Menge des angefallenen mittel- und hochradioaktiven Abfalls im Jahr 2013 knapp eine Million Kubikmeter.
Das größte Zwischenlager für Atommüll in Deutschland befindet sich im Münsterland nahe der Stadt Ahaus. Hier können maximal 3.960 Tonnen Kernbrennstoff in Form von bestrahlten Brennelementen in Castor-Behältern auf 370 Stellplätzen eingelagert werden. Im Jahr 2013 waren 64 Tonnen der gesamten Lagerkapazität belegt. Das Zwischenlager Nord am Standort Greifswald, was zur Aufbewahrung von bestrahlten Brennelementen aus den nicht mehr in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken Greifswald und Rheinsberg dient, hat seine maximale Lagerkapazität von 585 Tonnen bereits erreicht.




Foto: Statista

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Sprache:   Deutsch
Seiten: 69
Veröffentlicht: November 2013
Dokument: Powerpoint (PPTX)
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