Statistiken zum Thema Krebs

Statistiken zum Thema Krebs

Statistiken zu Krebs und Krebsarten

Unter dem Begriff „Krebs“ wird eine Vielzahl unterschiedlicher Krebserkrankungen subsummiert, die sich vor allem durch die zerstörerische Reproduktion von Krebszellen im Körper auszeichnen. Die sich unkontrolliert teilenden Krebszellen verdrängen und zerstören dabei gesunde Körperzellen und besitzen die Eigenschaft, sich im Körper auszubreiten und an entfernten Stellen Tochtertumore auszubilden. Ursache von Krebs sind schädliche Mutationen in der Erbsubstanz, deren Entstehung unter anderem durch UV- oder radioaktive Strahlung, Tabakrauch, Chemikalien, chronische Infektionen oder eine zu fett- und alkoholhaltige Ernährung begünstigt wird.


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte allein im Jahr 2012 weltweit mehr als 14 Millionen Krebsneuerkrankungen - Tendenz steigend. Rund 8,2 Millionen Menschen erlagen im gleichen Jahr den Folgen einer Krebserkrankung. Zu den häufigsten Neuerkrankungen gehören neben Lungenkrebs, für den mit rund 1,6 Millionen Opfern auch für die meisten Krebstoten zu verzeichnen sind, vor allem Burst- und Darmkrebs.
Für Deutschland geht die Deutsche Krebshilfe von jährlich rund 500.000 Neuerkrankungen und 220.000 Todesfällen aus. Aufgrund intensiver Forschungsbemühungen und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der pharmazeutischen Krebstherapie seitens der Pharmaindustrie haben sich die Überlebenschancen – je nach Krebsart – zum Teil deutlich verbessert. Dennoch bleibt Krebs mit knapp 230.000 Toten in Deutschland (2012) hinter Herz-Kreislauferkrankungen eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Steigende Lebenszeitprävalenzraten vor allem in den Industrieländern sowie die relativ hohen Kosten machen die Krebstherapie zum lukrativen Betätigungsfeld der globalen Pharmaindustrie: Setzte die Branche 2008 noch rund 47,7 Milliarden Dollar mit der Krebstherapie um, so stieg der weltweite Umsatz 2013 auf rund 67 Milliarden Dollar und machte die Onkologie damit zur umsatzstärksten Therapieklasse. Die oftmals biotechnologisch erzeugten Krebsmedikamente gehören denn auch zu den erfolgreichsten Arzneimitteln mit Umsätzen im einstelligen Milliardenbereich. Angesichts kontinuierlich steigender Krebszahlen - das World Economic Forum prognostiziert einen weltweiten Anstieg der jährlichen Neuerkrankungen bis zum Jahr 2030 auf rund 21 Millionen - dürfte die Onkologie als Forschungsfeld von 'Big Pharma' in Zukunft an Bedeutung noch weiter zunehmen.
Bild: photodune.net / praisaeng

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