Statistiken zur Forstwirtschaft
Forstwirtschaft Statistiken

Knapp ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Mit über 11 Millionen Hektar Wald ist Deutschland damit das waldreichste Land in der Europäischen Union. Einen überdurchschnittlichen Waldanteil haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen. Sachsen und Schleswig-Holstein hingegen zählen zu den am wenigsten bedeckten Bundesländern.

Die deutsche Forstwirtschaft hat insbesondere die Aufgabe der Rohstofferzeugung für das Verarbeitende Gewerbe wie beispielsweise die Möbelindustrie, verpflichtet sich aber obendrein zu einer ordnungsgemäßen und nachhaltigen Bewirtschaftung sowie der Erhaltung der Wälder als Schutz- und Erholungsraum. Somit gilt der Wald in Deutschland nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Erholungs- und Ökologiestandort.

Trotz intensiver wirtschaftlicher Nutzung konnte die Waldfläche in Deutschland stetig wachsen und legte seit dem 2. Weltkrieg um mehr als eine Million Hektar zu. Dies ist vor allem der nachhaltigen Bewirtschaftung zu verdanken, die im Bundeswaldgesetz von 1975 und im Bundesnaturschutzgesetz festgehalten wurde. So soll die nachhaltige Nutzung der Natur, der Erhalt der Vielfalt sowie die umfangreiche Flora und Fauna in deutschen Wäldern geschützt werden. Wälder werden nicht mehr als reine Rohstoffquelle genutzt und Waldökosysteme rücksichtslos ausgebeutet und geschädigt. Vielmehr soll Wäldern nicht mehr Holzmasse entnommen werden, als gleichzeitig nachwachsen kann.

Die Forstwirtschaft zählt in Deutschland zu den primären Wirtschaftsfaktoren. Die Bundeswaldinventur hat gezeigt, dass Deutschland mehr Holz produziert, als tatsächlich genutzt wird. Damit verfügt Deutschland gefolgt von Schweden über den größten Holzvorrat in der Europäischen Union.

Die Forstwirtschaft in Deutschland unterteilt sich in drei verschiedene Eigentumsarten. Rund 47 Prozent der bewaldeten Fläche in Deutschland sind Privatwälder, die sich im Eigentum von natürlichen oder juristischen Personen befinden. Weitere 47 Prozent befinden sich in staatlichem Eigentum. Bei den verbleibenden 19 Prozent Waldfläche handelt es sich um Körperschaftswälder, die Alleineigentum von Städten und Gemeinden sind.


Bild: istockphoto.com / SebastianKnight

 
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