Daten & Fakten zur Ölindustrie
Die Unternehmen der Ölindustrie fördern, veredeln und vertreiben Erd- und Mineralöl. Erdöl wird vor allem als Treib- und Brennstoff verwendet. In der chemischen Industrie wird der Rohstoff zum Beispiel bei der Kunststoffherstellung gebraucht.
Die Ölindustrie gilt als einer der einflussreichsten Wirtschaftszweige der Welt. Es gibt neben privat geführten Erdölkonzernen, wie zum Beispiel dvor allemer British Petroleum (BP), auch staatlich kontrollierte Ölfördergesellschaften, wie die saudi-arabische Aramco. Mit einem Jahresumsatz von mehr als 477 Milliarden Dollar steht Exxon Mobil Corp. an der Spitze der
US Gas- und Ölkonzerne (Stand 2009). Mit diesem Ergebnis liegt Exxon Mobil auf dem zweiten Platz der
umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Nur der britisch-niederländische Ölgigant Royal Dutch Shell plc konnte 2009 ein noch besseres Ergebnis erzielen. Fast sechzig Prozent aller weltweit
nachgewiesenen Erdölreserven liegen im Nahen Osten (Stand 2009). Allerdings entstammte nur knapp ein Drittel des im gleichen Jahr
produzierten Erdöls aus dieser Region. Mehr als 20 Prozent konnten in Europa und Eurasien gefördert werden, über 15 Prozent in Nordamerika.
In Deutschland konnten die Unternehmen der Ölindustrie in 2008 rund 3,1 Millionen Tonnen
Rohöl fördern. Ein Jahr zuvor waren es noch 300.000 Tonnen mehr. Die ergiebigste Ölquelle ist das Fördergebiet Mittelplate im schleswig-holsteinischen Wattenmeer.