Daten & Fakten zur Abfallwirtschaft
Zur Abfallwirtschaft gehören alle Unternehmen, die sich mit der Beseitigung und Verwertung von Abfällen beschäftigen. Neben der reinen Abfallbeseitigung sind auch Abfallverringerung und Abfallvermeidung Betätigungsfelder der Abfallwirtschaft.
Die Abfallwirtschaft entsorgt gefährliche Stoffe, wie chemische oder radioaktive Abfälle, und kümmert sich um das Recycling von Flaschen und Verpackungen. Zu den wichtigsten Branchenbereichen gehört die Entsorgung von Hausmüll. In Deutschland wurden 2008 fast die Hälfte der
kommunalen Abfälle recyclet und 35 Prozent verbrannt. Dagegen werden in Frankreich 35 Prozent der kommunalen Abfälle auf Deponien gelagert. In Polen sind es sogar 87 Prozent. Jeder Deutsche verursachte 2008 durchschnittlich 581 Kilogramm Abfall. Den meisten kommunalen Müll beim
Abfallaufkommen in der EU verursachen mit 802 Kilogramm pro Kopf die Dänen, den wenigsten mit 306 Kilogramm die Tschechen. Die
durchschnittlichen Abfallgebühren in Deutschland lagen 2008 bei 294 Euro. Am höchsten waren sie mit knapp 400 Euro in Hamburg.
Teil der Abfallwirtschaft ist auch die Erzeugung von Energie. In 2009 wurden mit der Verbrennung von Hausmüll und Industrieabfällen 9,5 Millionen Megawattstunden Strom erzeugt. Die meisten Müllverbrennungsanlagen stehen in Nordrhein-Westfalen (42) und Bayern (34).