Wirtschaft in Großbritannien | Daten & Fakten

 
Großbritannien

Wirtschaft in Großbritannien
Großbritannien ist, gemessen am Bruttoinlandsprodukt 2011, die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt und die drittgrößte in Europa, hinter Frankreich und vor Italien. Das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Großbritannien wird im Jahr 2011 nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) rund 2,5 Billionen US-Dollar betragen.

Umgerechnet auf die Bevölkerung ergibt sich für 2011 ein geschätztes Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Großbritannien von rund 39.600 US-Dollar.

Wirtschaftswachstum

Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise schrumpfte die britische Wirtschaft 2008 und 2009 um 0,1 bzw. 4,9 Prozent. Nach einem leichten BIP-Wachstum in 2010 erwartet der IWF auch für 2011 eine positive Wachstumsrate des realen BIP in Großbritannien von etwa 1,1 Prozent.

Staatsschulden

Die Krise hat die britischen Staatsfinanzen stark belastet: Wie in anderen Ländern, so wurden auch in Großbritannien staatliche Konjunkturprogramme aufgelegt. Infolge dieser Maßnahmen wird die Staatsverschuldung in Großbritannien im Jahr 2011 vermutlich rund 81 Prozent des BIP betragen und sich somit fast verdoppelt haben, nachdem sie vor der Krise im Jahr 2007 noch bei knapp 44 Prozent gelegen hatte.

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote in Großbritannien stieg während der Wirtschaftskrise an: Hatte sie 2007 noch bei 5,4 Prozent gelegen, so betrug sie 2010 rund 7,9 Prozent. Für 2011 erwartet der IWF nur einen leichten Rückgang der Arbeitslosenquote auf etwa 7,8 Prozent.

Inflation

Nachdem die Inflation in Großbritannien in den Jahren 2009 und 2010 bei etwa 2,1 bzw. 3,3 Prozent gelegen hatte, rechnet der IWF für 2011 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von knapp 4,5 Prozent, was einen Höchststand der letzten Jahre bedeuten würde.

Wirtschaftsstruktur

Die britische Wirtschaft basiert überwiegend auf Dienstleistungen: Im Jahr 2009 waren knapp 78 Prozent der Erwerbstätigen im tertiären Sektor beschäftigt (Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren in Großbritannien) und erwirtschafteten einen etwa ebenso großen Anteil des Bruttoinlandsprodukts (Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt in Großbritannien). Den übrigen Beitrag leistete die Industrie. Die Landwirtschaft spielt mit einem Anteil von etwa 1 Prozent an den Erwerbstätigen und der Wirtschaftsleistung volkswirtschaftlich keine Rolle.

Handel

Mit einem Export von Gütern aus Großbritannien im Wert von knapp 406 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 war Großbritannien die zehntgrößte Exportnation der Welt. Der Import von Waren nach Großbritannien fiel mit einem Wert von gut 560 Milliarden US-Dollar jedoch größer aus, sodass in der Handelsbilanz bei den Gütern in Großbritannien 2010 ein Defizit von rund 155 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen war.
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