Wirtschaft in Deutschland
Deutschland ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und die größte in Europa. Das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland betrug im Jahr 2011 rund 2,6 Billionen Euro.
Umgerechnet auf die Bevölkerung ergibt sich damit für 2011 ein
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Deutschland von etwa 31.500 Euro.
WirtschaftswachstumNach dem Einbruch infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise erholte sich die deutsche Wirtschaft in den folgenden Jahren wieder. 2010 wuchs das
Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent, im Jahr 2011 um 3 Prozent.
StaatsschuldenWie in anderen Ländern wurden auch in Deutschland krisenbedingt mehrere staatliche Konjunktur- und Hilfsprogramme aufgelegt. Dies führte zu einem deutlichen
Anstieg der Staatsverschuldung auf etwa 80 Prozent des BIP im Jahr 2011. 2007 hatte dieser Wert noch bei etwa 65 Prozent gelegen.
ArbeitslosigkeitDie
Arbeitslosenquote in Deutschland stieg während der Wirtschaftskrise nur leicht von 7,8 Prozent im Jahr 2008 auf 8,1 Prozent 2009 an. Danach sank die Arbeitslosenquote und lag im Jahresdurchschnitt 2011 bei 7,1 Prozent.
InflationNachdem die
Inflation in Deutschland im Jahr 2008 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,6 Prozent einen Höchststand der letzten Jahre erreicht hatte, sank sie während der Wirtschaftskrise deutlich und betrug 2009 lediglich 0,4 Prozent. In den folgenden Jahren stieg die Preissteigerungsrate wieder an und erreichte 2011 im Jahresdurchschnitt 2,3 Prozent.
WirtschaftsstrukturDie deutsche Wirtschaft basiert überwiegend auf Dienstleistungen: Im Jahr 2008 waren 73 Prozent der Erwerbstätigen im tertiären Sektor beschäftigt (
Erwerbstätige nach Wirtschaftssektoren in Deutschland). 2011 erwirtschaftete der Dienstleistungssektor rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (
Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland). Den übrigen Beitrag leistete die Industrie. Die Landwirtschaft spielt mit einem Anteil von zwei Prozent an den Erwerbstätigen und rund ein Prozent der Wirtschaftsleistung volkswirtschaftlich kaum eine Rolle.
HandelDeutschland war in den Jahren 2003 bis 2008 die exportstärkste Nation der Welt („Exportweltmeister“), wurde jedoch 2009 von
China abgelöst und erreichte 2010 nur den dritten Platz hinter den USA. Die
Exporte aus Deutschland im Jahr 2011 hatten einen Wert von gut 1.060 Milliarden Euro. Die
Importe nach Deutschland fielen im gleichen Jahr mit etwa 900 Milliarden Euro etwas geringer aus. In der
Handelsbilanz von Deutschland war somit ein Überschuss von rund 160 Milliarden Euro zu verzeichnen.