Bevölkerung in Deutschland

Die Gesamtbevölkerung in Deutschland betrug im Jahr 2014 rund 81,1 Millionen. Im Vergleich der Länder mit den höchsten Einwohnerzahlen steht Deutschland mit seiner Bevölkerungszahl damit auf Rang 16, hinter Ägypten und vor Iran (Bevölkerungsreichste Länder der Welt).


 

Umgerechnet auf die Fläche ergibt sich eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte in Deutschland von etwa 229 Einwohnern pro Quadratkilometer (Stand 2012). Wenn man die Stadtstaaten ausnimmt, ist Nordrhein-Westfalen mit 515 Einwohnern je km² das Bundesland mit der höchsten Bevölkerungsdichte, in Mecklenburg-Vorpommern dagegen leben auf den Quadratkilometer lediglich 69 Einwohner. Rund 74 Prozent der Deutschen lebten 2013 in Städten (Urbanisierung weltweit).

 

Bevölkerungswachstum in Zahlen

 

In den letzten Jahren stagnierte das Bevölkerungswachstum in Deutschland (Zuwachsraten um null Prozent). Ab 2015 wird mit einem Bevölkerungsrückgang in Deutschland gerechnet. Die Fertilitätsrate in Deutschland betrug im Jahr 2013 rund 1,41 geborene Kinder pro Frau, insgesamt wurden in demselben Jahr 682.100 Kinder geboren. Diese Zahlen bedeuten, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland ohne Zuwanderung bereits gesunken wäre.

 

Einwanderung: Ausländeranteile und Herkunftsländer

 

Einen wichtigen Stellenwert hat daher die Migration nach Deutschland. Im Jahr 2013 betrug die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland rund 1,2 Millionen. Insgesamt lebten im Jahr 2013 mehr als 7,6 Millionen Ausländer in Deutschland, d.h. 20,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Wichtigste Herkunftsländer der Ausländer in Deutschland (Stand Ende 2013) sind die Türkei (rund 1,5 Millionen Einwanderer), sowie Polen (rund 610.000 Einwanderer) und Italien (rund 553.000 Einwanderer).

 

Die folgende Infografik zeigt die EU-Länder, aus denen 2012 am meisten Menschen nach Deutschland einwanderten. Auffällig ist der hohe Männeranteil unter den Einwandern. Die Zahlen entsprechen der Brutto-Auswanderung, berücksichtigen also nicht diejenigen Einwanderer, die wieder auswandern oder in ihre Heimatländer zurückkehren. 

 

Infografik: Vor allem Männer wandern nach Deutschland ein | Statista

 

Altersstruktur: Lebenserwarung und Alterspyramide

 

Die Lebenserwartung in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Neugeborene Mädchen leben laut der Sterbetafel 2009/2011 mit etwa 82,7 Jahren rund 5 Jahre länger als neugeborene Jungen mit durchschnittlich 77,7 Jahren. Verbunden mit Deutschlands niedriger Geburtenrate hat die längere Lebenserwartung auch Einfluss auf die Altersstruktur in Deutschland: Im Jahr 2013 sind nach Schätzungen rund 11 Prozent der Bevölkerung bis zu 14 Jahre alt, circa 53 Prozent zwischen 15 und 64 Jahre und gut 17 Prozent 65 Jahre und älter. Dabei hat sich der Anteil der ältesten Gruppe in den letzten Jahren stetig erhöht, während die Zahl der Jungen sinkt. Seit 1972 ist in Deutschland die Sterberate höher als die Gerburtenrate. 

 

Fakten zu Religionszugehörigkeiten in Deutschland

 

Die am weitesten verbreitete Religion in Deutschland ist das Christentum: Rund 24,2 Millionen Deutsche sind römisch-katholisch, gut 23,4 Millionen evangelisch und etwa 1,5 Millionen sind orthodox. Daneben leben rund 4 Millionen Muslime, 270.000 Buddhisten und circa 110.000 Juden in Deutschland. Dabei haben die christlichen Kirchen rückläufige Mitgliederzahlen zu verzeichnen: Die Anzahl der Katholiken in Deutschland ist in den letzten Jahren gesunken, ebenso wie die Anzahl der Mitglieder der evangelischen Kirche in Deutschland.

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