Bevölkerung in Deutschland

Umgerechnet auf die Fläche ergibt sich eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte in Deutschland von etwa 229 Einwohnern pro Quadratkilometer (Stand 2011). Rund 74 Prozent der Deutschen lebten 2012 in Städten (Urbanisierung weltweit).
 
Bevölkerungswachstum
 
In den letzten Jahren stagnierte das Bevölkerungswachstum in Deutschland (Zuwachsraten um null Prozent). Ab 2015 wir mit einem Bevölkerungsrückgang in Deutschland gerechnet. Die Fertilitätsrate in Deutschland betrug im Jahr 2011 rund 1,36 geborene Kinder pro Frau. Das bedeutet, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland ohne Zuwanderung bereits gesunken wäre.
 
Einwanderung
 
Einen wichtigen Stellenwert hat daher die Migration nach Deutschland. Im Jahr 2012 betrug die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland rund 1 Million. Insgesamt lebten im Jahr 2012 mehr als 7,2 Millionen Ausländer in Deutschland. Wichtigste Herkunftsländer der Ausländer in Deutschland (Stand Ende 2012) sind die Türkei (rund 1,6 Millionen Einwanderer), sowie Polen und und Italien mit jeweils rund 530.000 Einwanderern in Deutschland.
 
Altersstruktur
 
Die Lebenserwartung in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. Neugeborene Mädchen leben laut der Sterbetafel 2009/2011 mit etwa 82,7 Jahren länger als neugeborene Jungen mit durchschnittlich 77,7 Jahren. Verbunden mit der niedrigen Geburtenrate hat die längere Lebenserwartung auch Einfluss auf die Altersstruktur in Deutschland: Im Jahr 2010 sind nach Schätzungen rund 14 Prozent der Bevölkerung bis zu 14 Jahre alt, circa 66 Prozent zwischen 15 und 64 Jahre und gut 20 Prozent 65 Jahre und älter. Dabei hat sich der Anteil der ältesten Gruppe in den letzten Jahren stetig erhöht, während die Zahl der Jungen sinkt.
 
Religion
 
Die verbreiteste Religion in Deutschland ist das Christentum: Rund 24,5 Millionen Deutsche sind römisch-katholisch, gut 23,5 Millionen evangelisch und etwa 1,5 Millionen sind orthodox. Daneben leben rund 4 Millionen Muslime, 270.000 Buddhisten und circa 100.000 Juden in Deutschland. Die Anzahl der Katholiken in Deutschland ist in den letzten Jahren gesunken, ebenso wie die Anzahl der Mitglieder der evangelischen Kirche in Deutschland.

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