Daten & Fakten über Zinsen
Zinsen sind Gebühren und Entgelte, die für das Verleihen von Geld oder Sachwerten erhoben werden. Die Höhe der jeweiligen Zinsen hängt von unterschiedlichen Bedingungen ab. Die Bonität eines Kreditnehmers und die Laufzeit eines Kredites kann dabei ebenso eine Rolle spielen, wie auch die jeweiligen ökonomischen Rahmenbedingungen.
Es gibt verschiedene Arten von Zinsen. Unterschieden werden können zum Beispiel der Nominalzins und der Realzins. Der Nominalzins ist der festgeschriebene Zinssatz, beim Realzins handelt es sich um den inflationsbereinigten Satz. Wichtig sind außerdem die
Leitzinsen, der von den Zentralbanken einzelner Länder – in Deutschland von der Bundesbank – festgelegt wird. Der Leitzins ist in vielen Fällen Richtwert und Orientierung für Zinssätze bei Kapitalgeschäften. Vornehmlich Banken und Kreditinstitute verdienen gut mit Zinsgeschäften: Allein die
Zinserträge deutscher Kreditinstitute lagen 2007 laut Deutscher Bundesbank bei 418,9 Milliarden Euro.
Zinsen spielen bei Geldanlagen und Investitionen eine wichtige Rolle. Anlageoptionen mit hohen Zinsversprechen haben häufig ein höheres Risiko. Viele Menschen haben dafür jedoch wenig Verständnis: 47 Prozent der Deutschen gaben 2008 laut Typologie der Wünsche an, dass sie auf keinen Fall ein
höheres Risiko bei einer Geldanlage mit hohen Zinsen akzeptieren würden.