Zinsen

Es gibt verschiedene Arten von Zinsen. Unterschieden werden können zum Beispiel der Nominalzins und der Realzins. Der Nominalzins ist der festgeschriebene Zinssatz, beim Realzins handelt es sich um den inflationsbereinigten Satz. Wichtig sind außerdem die Leitzinsen, der von den Zentralbanken einzelner Länder – in Europa von der EZB – festgelegt wird. Der Leitzins ist in vielen Fällen Richtwert und Orientierung für Zinssätze bei Kapitalgeschäften.

Vornehmlich Banken und Kreditinstitute verdienen gut mit Zinsgeschäften: Allein die Zinserträge deutscher Kreditinstitute lagen 2008 laut Deutscher Bundesbank bei 423,8 Milliarden Euro. Im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise sind diese Einnahmen gesunken. 2011 lagen sie bei knapp über 295 Milliarden Euro.

Zinsen spielen bei Geldanlagen und Investitionen eine wichtige Rolle. Anlageoptionen mit hohen Zinsversprechen haben häufig ein höheres Risiko. Viele Menschen haben dafür jedoch wenig Verständnis: 47 Prozent der Deutschen gaben 2008 laut Typologie der Wünsche an, dass sie auf keinen Fall ein höheres Risiko bei einer Geldanlage mit hohen Zinsen akzeptieren würden.

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