Daten & Fakten zum Girokonto
Ein Girokonto ist eine spezielle Kontoform, die von Kreditinstituten angeboten wird. Die Bezeichnung Girokonto leitet sich von der italienischen Bezeichnung für Kreislauf ab und verweist auf die Eigenschaft des Girokontos als so genanntes Kontokorrentkonto, das dem bargeldlosen Zahlungsverkehr dient.
In Deutschland ist das Girokonto die beliebteste Form bei der Anlage eines Kontos. Laut einer Umfrage zu den
genutzten Finanzdienstleistungen bei der persönlichen Hausbank lag das Girokonto mit etwa 83 Prozent auf dem ersten Rang. Dahinter folgten Sparbücher, -briefe und Raten-Sparverträge mit rund 35 Prozent und Festgeldanlagen mit knapp über 15 Prozent.
Die
Anzahl der Girokonten in Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Bundesbank in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben. Gab es zum Beispiel im Jahr 2002 in ganz Deutschland knapp 87,9 Millionen Girokonten, waren es im Jahr 2007 etwa 87,6 Millionen gewesen.
Auch als Anlageform ist das Girokonto eine weit verbreitete Option zur Rücklage finanzieller Mittel. Bei einer Umfrage zu
den aktuell genutzten Geldanlagen der Deutschen lag das Girokonto mit knapp 38 Prozent hinter dem Sparbuch mit fast 58 Prozent und dem Bausparvertrag mit ebenfalls rund 38 Prozent.
Die Kreditinstitute, bei denen ein Girokonto abgeschlossen werden kann, verlangen für die Kontoführung mehrheitlich eine gewisse Gebühr. Im internationalen Vergleich der
jährlichen Kosten für ein Girokonto in Europa rangiert Italien mit durchschnittlich rund 285 Euro auf dem ersten Platz. Dahinter folgen Spanien mit fast 180 und Frankreich mit etwa 155 Euro pro Girokonto. Deutschland belegt in dieser Statistik mit durchschnittlich knapp 90 Euro einen der hinteren Plätze.