Daten & Fakten zur Atomwirtschaft
Die Atomwirtschaft betreibt den gesamten Prozess der Atomenergiegewinnung von der Uranförderung bis zur Endlagerung der radioaktiven Abfälle. Im Jahr 2010 betrug der Anteil der Kernenergie an der Bruttostromerzeugung etwa 22 Prozent.
Ein wesentlicher Bestandteil der Atomwirtschaft ist die Förderung von Uran. Laut einer Statistik zur
Produktion von Uran ist Kasachstan das Land mit der höchsten Fördermenge. Im Jahr 2009 wurden dort rund 14.000 Tonnen Uran gefördert. Weitere bedeutende Förderländer sind Kanada, Australien, Russland und Namibia. In Deutschland wird seit dem Jahr 2008 kein Uran mehr gefördert. Im Jahr 2002 betrug die Förderung 212 Tonnen.
Aktuell lagert die Atomwirtschaft
Atommüll in Zwischenlagern. Ein Endlager für die sichere Einlagerung des strahlenden Mülls gibt es in Deutschland bisher nicht. Nach einer Schätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz sind bisher 13.300 Tonnen
hochradioaktiver Atommüll in Deutschland angefallen. Bei einer
Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke um 30 Jahre würde sich diese Menge mehr als verdoppeln.
Die Atomwirtschaft hat hierzulande ein Imageproblem. Die
Wahrnehmung der Atomkraft in der Bevölkerung ist überwiegend negativ. Ein Großteil der Bevölkerung sieht die Atomkraft als negativ an.