Daten & Fakten zur Adoption
Adoption bedeutet, dass Paare oder Einzelpersonen Kinder aufnehmen und als die ihren erziehen, obwohl sie nicht deren biologische Erzeuger sind. Mütter geben ihre Kinder beispielsweise zur Adoption frei, wenn die Schwangerschaft ungewollt war und sie nicht die Möglichkeit haben, ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Zudem kann eine Adoption in Härtefällen auch vom Jugendamt angeordnet werden.
Die Adoption eines Kindes oder Jugendlichen scheint heute deutlich unpopulärer zu sein als noch Anfang der 1990er Jahre. So gab es in 2008 laut Statistischem Bundesamt in Deutschland 4.201
Adoptierte Kinder und Jugendliche. Zum Vergleich: 1993 waren es 8.687. Die meisten der 2008
adoptierten Kinder und Jugendlichen kamen aus Deutschland.
Adoptierte Kinder aus dem Ausland stammen häufig aus Osteuropa. 2008 stammten 247 Kinder aus Russland, 56 aus der Ukraine und 51 aus Polen. Kinder und Jugendliche aus Dritte-Welt-Ländern werden vergleichsweise seltener adoptiert. 2008 stammten 156 aus Afrika und 314 aus Asien. Dagegen stammten 564 aus Europa.
Manchmal ziehen es Frauen, die ihre Kinder zur Adoption freigeben wollen, vor anonym zu bleiben. Für solche Fälle gibt es Babyklappen und Orte für anonyme Geburten. In Deutschland gibt es 94 solcher Orte, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen (Stand 11/2009).