Daten & Fakten zur Energiewirtschaft
Die Unternehmen der Energiewirtschaft sind auf den Komplex der Energieversorgung spezialisiert. Unternehmen, die innerhalb der Energiewirtschaft tätig sind, werden als Energieversorgungsunternehmen bezeichnet. Zur Energiewirtschaft gehören die Bereiche Energiequellenerschließung, Gewinnung und Speicherung von Energie, Transport von Energie sowie der Handel, Vertrieb und die Abrechnung von Energie.
Die Energiewirtschaft zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen überhaupt. Im Jahr 2009 lag die
Anzahl der Unternehmen nach Wirtschaftszweigen im Bereich Energieversorgung bei rund 20.870. In der
Top 40 der weltweit größten Energiekonzerne lag der Energieversorger GDF Suez im Jahr 2009 mit einem Marktwert von insgesamt rund 75,3 Milliarden US-Dollar auf dem ersten Rang. Dahinter folgten die Unternehmen EDF mit etwa 71,5 Milliarden und E.ON mit ungefähr 55,5 Milliarden US-Dollar. Der Konzern RWE lag mit einem Umsatz von knapp 39,1 Milliarden US-Dollar auf dem vierten Rang.
Innerhalb der Energiewirtschaft sind die Stromerzeugung und der Betrieb von Stromnetzen wichtige Wirtschaftsbereiche. Bei der
Stromerzeugung in Deutschland konnte durch Braunkohle im Jahr 2009 rund 24 Prozent des gesamten Stroms gewonnen werden. Mit Kernenergie wurden etwa 23 Prozent Strom erzeugt. Der Anteil an erzeugtem Strom aus Steinkohle betrug knapp 18 Prozent. Mittels erneuerbarer Energien wurden circa 16 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland erzeugt, der Anteil der Stromgewinnung durch Erdgas lag bei ungefähr 13 Prozent. Die
Erlöse der Stromanbieter in Deutschland stiegen zwischen den Jahren 1972 und 2008 von etwa 9,8 Milliarden auf insgesamt rund 60,3 Milliarden Euro an.
In der deutschen Energiewirtschaft waren im Vergleich der
Erwerbstätigen nach Wirtschaftszweigen 1995 und 2025 im Jahr 1995 etwa ein Prozent aller Erwerbstätigen im Bereich Energie- und Wasserversorgung tätig gewesen. Für das Jahr 2025 liegen die Schätzwerte bei einem Erwerbstätigenanteil von rund 0,3 Prozent.