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Rentenversicherung | Daten & Fakten

 
Politik, Wirtschaft & Soziales

Daten & Fakten zum Thema Rentenversicherung
Die Rentenversicherung in Deutschland ist überwiegend öffentlich organisiert. Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber müssen aktuell 19,9 Prozent des Bruttogehaltes in die gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen, wobei beide Teile je 50 Prozent tragen.

Durch die steigende Zahl älterer Menschen hat auch die Zahl der Rentner deutlich zugenommen. Von 1992 bis 2008 stiegen die Ausgaben für Altersrenten um fast 100 Prozent von 82.289 auf 163.784 Millionen an (» Beiträge und Ausgaben der Rentenkasse). Deutlich stiegen auch die Ausgaben für Witwenrenten von 29.587 auf 37.320 Millionen. Für Renten wegen Erwerbsminderung und Waisenrenten wurde dagegen mit 14.205 beziehungsweise 770 Millionen ähnlich viel ausgegeben wie 16 Jahre zuvor (29.587 beziehungsweise 747 Millionen Euro).

Die Ausgaben der Rentenversicherung liegen dadurch konstant über den Beitragseinnahmen. Im Jahr 2008 gab die Deutsche Rentenversicherung 216.182 Millionen Euro aus, nahm jedoch nur 180.028 Millionen Euro ein. 1991 gaben die Rentenversicherungsträger 117.912 Millionen aus und nahmen 108.688 Millionen an Beiträgen ein. Die Differenz wird durch einen Bundeszuschuss ausgeglichen, dieser betrug 2008 rund 56,43 Milliarden Euro (» Bundeszuschüsse an die Rentenversicherung). 1970 hatte er noch bei 3,66 Milliarden gelegen. Die Rentenausgaben machten im Jahr 2007 11,72 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, mehr als in nahezu jedem anderen Land der OECD (» Rentenausgaben, BIP - Ländervergleich).

Aufgrund dieser Entwicklung glauben 65 Prozent der Jugendlichen im Alter von 15 bis 25 Jahren, dass ihre Altersgruppe einmal weniger Rente bekommen wird als vorangegangene Generationen. 65 Prozent meinen, die Jugend müsse heute selbst vorsorgen, nur 7 Prozent stimmen voll und ganz der Aussage zu, wenn man alt ist bekomme man seine Rente. Dagegen stimmen 30 Prozent dieser Aussage überhaupt nicht zu, 41 Prozent eher nicht. 20 Prozent stimmen eher zu.

Ein Großteil der Deutschen sorgt daher zusätzlich zur Rentenversicherung vor. 34 Prozent haben eine Riester-Rente, 3 Prozent eine Rürup-Rente. 53 Prozent nutzen eine andere Form der privaten Altersvorsorge, nur 27 Prozent gar keine (» Genutzte Möglichkeiten für die private Altersvorsorge).
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