Als Beschäftigte werden im weiteren Sinn alle Nichtselbständigen bezeichnet. Im engeren Sinne sind damit in der Abgrenzung zu den Beamten und Selbständigen geringfügig entlohnte (Mini-Jobber) oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gemeint, in noch engerer Abgrenzung nur Angestellte, die der Sozialversicherungspflicht unterliegen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sind Angestellte mit einem Einkommen von über 400,- Euro. Sie müssen Abgaben zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Bis zu einem Einkommen von 800,- Euro müssen jedoch vom Arbeitnehmer nicht die vollen Beiträge entrichtet werden (Midi-Job). Ende 2009 waren rund 27,4 Millionen Deutsche sozialversicherungspflichtig beschäftigt (»
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte). Nachdem deren Zahl am Anfang des Jahrtausends zunächst stark von 27,8 Millionen auf 26,2 Millionen zurück ging, stieg ihre Zahl seitdem wieder an.
2008 gab es 2,2 Prozent mehr Beschäftigte als 2007 (»
Veränderung der Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter). Der Anstieg beruht vor allem auf mehr Beschäftigten im Bereich der freiberuflichen und wissenschaftlichen Dienstleistungen (+5,6 Prozent), der privaten Haushalte mit Hauspersonal (+3,6 Prozent) und dem Bereich Information und Kommunikation (+3,3 Prozent). Zurück ging die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nur im Baugewerbe (-0,3 Prozent), im Finanzgewerbe (-0,6 Prozent), im Öffentlichen Dienst (-0,6 Prozent) sowie im Bergbau und der Stein- und Kiesgewinnung (-2,0 Prozent).
Immer Beschäftigten arbeiten nur noch Teilzeit. Vor allem Frauen mit Kindern arbeiten häufig nicht Vollzeit. So waren im Jahr 2008 69 Prozent der im Berufsleben stehenden Frauen mit minderjährigen Kindern teilzeitbeschäftigt, rund 16 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor (»
Teilzeitquote von Männern und Frauen in Deutschland). Die Zahl der Männer mit Kindern in Teilzeit stieg von zwei auf fünf Prozent. Anders als bei den Frauen liegt die Teilzeitquote bei Männern mit Kindern niedriger als die der Männer mit minderjährigen Kindern (Neun Prozent, Frauen 36 Prozent).