Daten & Fakten zum Thema Bundestagswahl
Die Bundestagswahl wird in der Bundesrepublik Deutschland in der Regel aller vier Jahre abgehalten. Hierbei wird das Bundesparlament durch alle wahlberechtigten Bürger ab 18 Jahren per Abgabe einer Erst- und einer Zweitstimme zusammengesetzt. Die Partei- oder Parteienkoalition, die nach Auszählung aller gültigen Stimmen über die einfache Mehrheit verfügt, erhält für die Legislaturperiode von vier Jahren den Regierungsauftrag.
Bei der letzten Bundestagswahl in Deutschland, die am 27. September 2009 stattfand, gingen die CDU/CSU und die FPD als Wahlsieger hervor und bildeten mit der Stimmmehrheit im Deutschen Bundestag die Regierungskoalition (»
Amtliches Ergebnis der Bundestagswahl 2009). Die CDU/CSU und FDP erhielten nach Auszählung aller gültigen Stimmen zusammen 322 von 622 Bundestagssitzen. Da die CDU/CSU als stärkste Partei aus der Wahl hervorging, stellt sie auch die Kanzlerin sowie die Mehrheit der Minister. Die FDP als Juniorpartner erhielt 6 von insgesamt 17 Positionen im Regierungskabinett der aktuellen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die SPD hatte im Wahlkampf im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 mit etwa 27 Millionen Euro die höchsten Wahlkampfausgaben. Dahinter lagen CDU mit rund 20 Millionen und die Linke mit circa 5,5 Millionen Euro (»
Ausgaben der Parteien für den Wahlkampf).
Seit 1949 werden in der Bundesrepublik Bundestagswahlen abgehalten. Bei der Bundestagswahl 1972 lag die Wahlbeteiligung nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit etwa 91 Prozent bisher am höchsten (»
Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen seit 1949). Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es bei der Wahl zum Bundestag im Jahr 2009 mit ungefähr 71 Prozent.
Im Wahljahr 2009 betrug die Sendezeit zum Thema Bundestagswahl in den Nachrichten der deutschen TV-Sender ARD, ZDF, RTL und Sat1 insgesamt etwa 1.660 Minuten und war damit das dominierende Nachrichtenthema gewesen (»
Top-Themen in den TV-Nachrichten in 2009 nach Sendezeit).