Daten & Fakten zur Nebenerwerbslandwirtschaft
Zur Nebenerwerbslandwirtschaft zählt man die Personen und Unternehmen, die verschiedene landwirtschaftliche Tätigkeiten mit kommerziellen Interessen im Nebengewerbe ausüben. Im Allgemeinen versteht man unter Nebenerwerbslandwirtschaft Familienbetriebe, die im Gegensatz zu Betrieben in der Haupterwerbslandwirtschaft nebenberuflich ihren Betrieb und ihre Landwirtschaft betreiben. Die Personen, die in der Nebenerwerbslandwirtschaft tätig sind, werden mitunter auch als Feierabendbauern bezeichnet. Wenn mit dem jeweiligen Landwirtschaftsbetrieb weniger als 50 Prozent des Gesamteinkommens erwirtschaftet wird, ist es als Nebenerwerb anzusehen.
Die Nebenerwerbslandwirtschaft wird mehrheitlich von Einzelunternehmen ausgeübt. Im Jahr 2005 waren beispielsweise in Baden-Württemberg nach amtlichen Ergebnissen sechs von zehn Familienbetrieben in der Landwirtschaft Nebenerwerbsbetriebe. Bei insgesamt etwa 55.000 Einzelunternehmen in Baden-Württemberg bedeutet dies, dass die Nebenerwerbslandwirtschaft vor allem als eine kleingewerbliche Betriebsform ausgeübt wird.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2007 insgesamt etwa 193.000 Nebenerwerbsbetriebe. Zusammen bewirtschafteten diese eine Fläche von fast 2,69 Millionen Hektar. Damit lag die durchschnittliche Betriebsgröße bei etwa 13,9 Hektar je Betrieb.