Privatwirtschaft

Als Privatwirtschaft bezeichnet man den Teil einer Volkswirtschaft, der nicht im staatlichen Besitz oder unter staatlicher Leitung steht. Somit gehören alle nicht-staatlichen und von Privatpersonen geleitete Unternehmen und Gewerbe zur Privatwirtschaft.


Ein wichtiger Bereich der Privatwirtschaft ist der Einzelhandel. Infolge der Wirtschaftskrise ist der Umsatz im Einzelhandel 2009 auf etwa 395 Milliarden Euro eingebrochen, konnte sich aber anschließend wieder erholen und liegt 2013 voraussichtlich bei über 432 Milliarden Euro. 2012 waren in Deutschland im Einzelhandel rund 2,25 Millionen Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis angestellt (Sozialversicherungspflichtig und geringfügig entlohnte Beschäftigte im Einzelhandel).

In der deutschen Privatwirtschaft verdienen Männer in Führungspositionen im Durchschnitt mehr als Frauen auf gleicher Berufsebene. Im Jahr 2008 hatten laut einer Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) Männer in Führungspositionen einen durchschnittlichen Bruttoverdienst von etwa 4.800 Euro pro Monat, Frauen hingegen im Durchschnitt ein Monatseinkommen von rund 3.400 Euro brutto (Führungskräfte - durchschnittlicher Verdienst 2008).

Die Arbeitskosten in der Privatwirtschaft europäischer Länder des Euro-Währungsraumes lagen pro geleisteter Arbeitsstunde 2010 im Durchschnitt bei etwa 27 Euro. Die Privatwirtschaft in Deutschland hatte mit ungefähr 29 Euro je Arbeitsstunde etwas mehr Ausgaben zu verzeichnen. Die europäischen Länder mit den höchsten Arbeitskosten je Arbeitsstunde waren Belgien und Dänemark mit jeweils rund 38 Euro. Tabellenletzte mit Arbeitskosten von unter fünf Euro je Arbeitstunde waren Rumänien und Bulgarien.

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