Exportindustrie

Zur Exportindustrie werden alle Unternehmen gezählt, die einen Teil ihrer produzierten Waren im Ausland absetzen oder diese direkt für den Exportmarkt bereitstellen. Die Exportindustrie ist in die Bereiche Exportgüterproduktion und Exporthandel unterteilt. Die Exportindustrie wird auch als Exportwirtschaft bezeichnet.


Die deutsche Exportindustrie führte im Jahr 2012 alleine nach Frankreich Waren im Wert von mehr als 104 Milliarden Euro aus. Nach Großbritannien und in die Niederlande wurden Produkte im Wert von jeweils etwa 70 Milliarden Euro exportiert. Die wichtigsten deutschen Exportgüter sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2012 Kraftwagen und Kraftwagenteile, sonstige Maschinen, sowie Erzeugnisse der Chemieindustrie gewesen.

Der Export von Kraftwagen und Zubehör hatte einen Gesamtwert von fast 190 Milliarden Euro. Die Ausfuhr von sonstigen Maschinen erbrachte rund 165 Milliarden und der Auslandsabsatz an chemischen Erzeugnissen etwa 105 Milliarden Euro.

Die deutsche Exportindustrie konnte ihr Exportvolumen zwischen 1990 und 2008 von etwa 350 Milliarden auf rund 995 Milliarden Euro steigern. 2009 brach der Außenhandel in Folge Wirtschaftskrise um über 170 Milliarden Euro ein. In der Folgezeit stieg der Außenexport wieder an und überschritt 2011 erstmals den Gesamtwert von einer Billion Euro. Der hohe Exportüberschuss Deutschlands wird innerhalb der EU kritisch betrachtet.

Artikel anfragen/senden

Sie möchten auf ein fehlendes Thema hinweisen, Hinweise zu einem bestehenden Artikel geben oder einen Artikel für die Veröffentlichung einreichen? Dann wenden Sie sich an faktenbuch@statista.com.