Daten & Fakten zur Erdölwirtschaft
Die Unternehmen der Erdölwirtschaft fördern und verarbeiten Rohöl. Zur Erdölwirtschaft zählt neben der Erdölgewinnung und der Aufbereitung von Rohöl in Raffinerien auch der Erdölhandel.
In der weltweiten Erdölwirtschaft waren Saudi-Arabien, Russland und die USA
die größten Produzenten von Rohöl in 2009. Saudi-Arabien hatte einen Anteil an der gesamten Rohölproduktion von 13 Prozent. Dahinter folgen Russland und die USA mit zusammen einem Fünftel der weltweiten Produktionsmenge in 2009.
Die größten weltweiten Ölreserven hat Saudi-Arabien mit rund 267 Millionen Barrel (Stand: 2009). Dahinter folgen Kanada mit rund 178 Millionen Barrel und Iran mit mehr als 135 Millionen Barrel. Deutschland zählt im internationalen Vergleich nicht zu den
führenden Erdölförderländern der Welt. Den etwa 36 Gigatonnen an Erdölreserven in Saudi-Arabien in 2007 standen Reserven von nicht einmal 0,1 Gigatonnen gegenüber. Erdöl und Erdgas waren hinter elektronischen Erzeugnissen und Kraftfahrzeugen das
wichtigste deutsche Importgut im Jahr 2009. Der Wert an eingeführtem Erdöl und Erdgas betrug rund 55 Milliarden Euro. Etwa 13,8 Millionen Barrel Erdöl wurden 2008 durchschnittlich pro Tag
nach Europa importiert. Zum Vergleich: Einfuhren in die USA erreichten im gleichen Jahr einen Durchschnittswert von knapp 12,9 Millionen Barrel pro Tag.
Die Erdölwirtschaft zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Welt. In den T
op 20 der profitabelsten Industriezweige weltweit belegte die Rohölproduktion mit fast 20 Prozent Anteil des EBIT am Umsatz in 2009 den ersten Rang.