Daten & Fakten über Freie Berufe
Als Freie Berufe gelten Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Zu den Freien Berufen zählen künstlerisch, wissenschaftlich oder journalistisch Selbstständige sowie unterrichtende oder erziehende Selbstständige. Die Zugehörigkeit zur Kategorie der Freien Berufe ist im Einkommensteuergesetz geregelt. Freiberufler zahlen keine Gewerbe-, sondern nur Einkommens- und Umsatzsteuer.
Die
Zahl der Selbstständigen in Freien Berufen stieg von 2001 bis 2009 von rund 740.000 auf knapp 1,1 Millionen Personen an. Die größte Gruppe der Freiberufler in Deutschland sind die sogenannten Freien Kulturberufe mit rund 275.000 Selbstständigen. Weitere große Berufsgruppen sind die Ärzte mit rund 125.000 Personen, Rechtsanwälte (110.000) und Apotheker (108.000).
Im Bereich Freie Berufe ist der hohe
Frauenanteil bei den Auszubildenden auffallend. Er lag zwischen 1992 und 2005 stets zwischen 94,8 Prozent und 95,6 Prozent. Eine mögliche Ursache könnte der hohe Anteil von Ärzten an der Gruppe der Freiberufler sein. So gehört zum Beispiel der der Ausbildungsberuf Medizinische Fachangestellte zu den drei
beliebtesten Ausbildungsberufen von Frauen.
Autor: Tilman Weigel