Schüler

Die Verteilung der Schüler auf verschiedene Schularten hat sich seit  den 1950er Jahren deutlich verändert. 1952 besuchten noch fast 80 Prozent der Achtklässler eine Volksschule, nur 7 Prozent eine Realschule und 15 Prozent ein Gymnasium. Seitdem ist der Anteil der Schüler an Oberschulen deutlich gewachsen. Von 1965 bis 1975 nahm ihr Anteil deutlich zu, nämlich von 19 auf 26 Prozent. Der Anteil der Realschüler wuchs bis 1980 auf fast 30 Prozent. Der Anteil der Gymnasiasten stieg sogar bis auf 33 Prozent im Jahr 2005. Die Zahl der Schüler an Gesamt- und Walddorfschulen stieg bis auf zehn Prozent in 2005, der Anteil der Schüler in integrierten Klassen für Haupt- und Realschüler auf sieben Prozent. Dagegen sank der Anteil der Hauptschüler im gleichen Zeitraum bis auf 24 Prozent.

Im Schuljahr 2012/2013 besuchten rund 2,7 Millionen Schüler eine Grundschule, etwa 2,4 Millionen ein Gymnasium, 1 Million eine Realschule und knapp eine 680.000 eine Gesamtschule. Hauptschulen wurden von knapp 610.000 Personen besucht, Förderschulen von etwa 3550.000.

Umstritten ist, ob Grundschüler länger als bisher gemeinsam lernen sollen. In einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung in 2008 gaben knapp 50 Prozent der Befragten an, dass Kinder möglichst nach der sechsten Klasse auf verschiedene Schultypen aufteilt werden sollten. In einer weiteren Umfrage aus dem Jahr 2008 plädieren ebenfalls mehr als 50 Prozent für ein längere Verweildauer der Kinder in der Grundschule.

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