Waschmittelindustrie

Die Unternehmen der Waschmittelindustrie produzieren Reinigungsmittel für Textilien und stellen Körperpflegemittel wie Haarshampoo, Seifen und Duschgel her. Die Waschmittelindustrie ist Teil der chemischen Industrie.


Der Umsatz mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln in Deutschland lag 2012 bei 4,32 Milliarden Euro. 2007 erbrachte die Waschmittelindustrie knapp acht Prozent der Gesamtproduktion der chemischen Industrie in Deutschland.

1907 wurde in Deutschland Persil als erstes modernes Waschmittel eingeführt. Bis heute ist die Marke auf dem deutschen Waschmittelmarkt gut positioniert. 30 Prozent der Befragten gaben im Rahmen einer Studie der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) an, in den vergangenen drei Monaten Persil verwendet zu haben. Weitere verkaufsstarke Marken sind Ariel (20 Prozent), Tandil (15 Prozent) und Spee (15 Prozent).

Umsatzstärkster Waschmittelhersteller ist der Persil-Produzent Henkel, der 2009 mehr als 600 Millionen Euro umsetzen konnte. Auf dem zweiten Rang folgt der Hersteller Procter und Gambel mit einem Umsatz von fast 480 Millionen Euro. Einen immer größeren Marktanteil auf dem Waschmittelmarkt erzielen mittlerweile Handelsmarken.

Bereits seit den 1960er Jahren ist Umweltschutz ein wichtiges Thema für die Waschmittelindustrie. Damals wurde der Branche vorgeworfen, durch die Verwendung des schwer abbaubaren Tetrapropylenbenzolsulfonat (TPS) zur Gewässerverschmutzung beizutragen. Die Verbraucher in Deutschland setzten auf Umweltschutz: Im Jahr 2009 gaben fast 64 Prozent der Deutschen an, umweltschonende Waschmittel zu verwenden.

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