Daten & Fakten zur Braunkohleindustrie
In der Braunkohleindustrie wird Braunkohle gefördert und zu Braunkohleprodukten verarbeitet. Braunkohle ist ein Sedimentgestein, das durch Druck und Luftabschluss entsteht. Braunkohle kann nach ihren äußeren Eigenschaften in die Gruppen Weichbraunkohle, Hartbraunkohle, Mattbraunkohle und Glanzbraunkohle eingeteilt werden.
Die Braunkohleindustrie förderte in Deutschland in 2008 schätzungsweise 175 Millionen Tonnen
Braunkohle. Wichtigstes
Förderland von Hartbraunkohle ist die Volksrepublik China mit einer Fördermenge von mehr als 2,4 Megatonnen (Stand 2007). Mit deutlichem Abstand folgen die USA und Indien. Braunkohle zählt zu den fossilen Brennstoffen und wird primär für die Stromerzeugung verwendet. Der
Braunkohleeinsatz in Kraftwerken in Deutschland in 2008 wird von der Statistik der Kohlewirtschaft auf rund 160.000 Tonnen geschätzt. Der
Anteil von Braunkohle am Primärenergieverbrauch in Deutschland ist in den letzten Jahren konstant geblieben: in 2009 lag er bei knapp über elf Prozent.
Die Braunkohleindustrie in Deutschland fördert Braunkohle heute ausschließlich im Tagebau. Zu den größten deutschen Braunkohlefördergebieten zählt das Rheinische Braunkohlerevier, das Helmstedter Braunkohlerevier in Niedersachsen und das Hoher Meißner in Hessen.