Daten & Fakten zur Kohleindustrie
Die Kohleindustrie umfasst alle Unternehmen, die Braun- oder Steinkohle fördern oder verarbeiten. Kohle ist ein überwiegend aus Kohlenstoff bestehendes Sedimentgestein, das von der Energiewirtschaft als Energieträger genutzt wird.
Die deutsche Kohleindustrie förderte in 2008 nach einer vorläufigen Schatzung mehr als 175 Millionen Tonnen
Braunkohle. Das sind etwa fünf Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr. Die
Fördermenge von Steinkohle in Deutschland ist seit Jahrzehnten rückläufig. In 2009 wurden insgesamt knapp 14 Millionen Tonnen Steinkohle in Deutschland gefördert. Zwanzig Jahre zuvor war die Fördermenge mehr als viermal so groß. Die
Anzahl der Angestellten unter Tage im deutschen Steinkohlenbergbau geht seit 1960 kontinuierlich zurück. In 2009 arbeiteten nur noch knapp 1.800 Bergarbeiter in Deutschland unter Tage. In Deutschland wurde 2008 eine
Kohlenmenge von fast 90 Millionen Tonnen Öläquivalent verbraucht. Weltweiter Spitzenreiter war China mit einem Verbrauch von rund 1,4 Milliarden Tonnen Öläquivalent.
Die von der Kohleindustrie geförderte Kohle wird als Brennstoff eingesetzt. Bei der Verbrennung von Kohle entsteht Kohlendioxid, das als eine Ursache der globalen Erwärmung gilt. Laut Statistischem Bundesamt lag der
energiebedingte CO2-Ausstoß in Deutschland 2009 bei fast 700 Millionen Tonnen.