Daten & Fakten zur Lederindustrie
Die Unternehmen der Lederindustrie stellen Leder und Lederprodukte her. Leder ist Tierhaut, die durch den chemischen Prozess der Gerbung haltbar gemacht wird.
Die Lederindustrie produzierte laut Verband der deutschen Lederindustrie e.V. (VDL) im Jahr 2009 etwa 12 Millionen Quadratmeter Flächenleder. In Deutschland wird Leder hauptsächlich zu Auto- und Möbelleder verarbeitet. Verwendung findet Leder zudem im Bereich der
Bekleidungsindustrie. Den höchsten Anteil am Gesamtvolumen des Lederwarenmarktes in Deutschland hat die Produktgruppe Gepäck (30 Prozent), gefolgt von Damenhandtaschen mit 20 Prozent (Stand 2007). Weltweit wird das meiste Leder für die Produktion von
Schuhen verwendet. Nach Angaben des VDL lag der Jahresumsatz der Lederbranche in 2009 bei etwa 400 Millionen Euro. Deutschland ist hinter Spanien und Italien der drittgrößte Lederproduzent in Europa. Die Zahl der
Unternehmen im Lederwareneinzelhandel ist rückläufig. 1996 gab es fast 3.000 Lederwarenfachgeschäfte in Deutschland, in 2008 waren es nur noch 1.800 Geschäfte.
Zur Lederindustrie in Deutschland zählen nach Angaben des Branchenverbands insgesamt rund 40 Unternehmen. Zu den bekanntesten gehören die Picard Lederwaren GmbH und Georg A. Steinmann Lederwaren.