Daten & Fakten zur Gießereiindustrie
Die Unternehmen der Gießereiindustrie bearbeiten Metalle, indem sie diese erhitzen und in Formen gießen. Die Gießereiindustrie ist Teil der Metallindustrie. Zu den wichtigsten Erzeugnissen der Branche zählen Halbzeuge, die von anderen Wirtschaftszweigen weiterverarbeitet werden.
In der deutschen Gießereiindustrie gibt es knapp
430 Betriebe (Stand 2008). Die Beschäftigtenzahl der Gießereien steigt. Im Jahr 2008 waren rund 77.000 Personen in der deutschen Gießereiindustrie
beschäftigt. Das waren 3.000 mehr als im Vorjahr. Der Großteil der Betriebe befindet sich in den alten Bundesländern (344), nur 35 Gießereien waren 2008 in den neuen Bundesländern angesiedelt. Die meisten Gießereien in Deutschland gehören dem Bundesverband der deutschen Gießereiindustrie (BDG) an. Der Umsatz der Gießereibranche wird durch den Branchenverband mit 15 Milliarden Euro angegeben (Stand 2007).
Die deutsche Gießereiindustrie verweist auf höhere Verarbeitungskosten im Vergleich zu anderen Ländern. Der BDG gibt den Energiebedarf pro gegossener Tonne Eisen mit 1.000 Kilowattstunden an. Die Gussproduzenten in Deutschland mussten nach Verbandsangaben im Jahr 2008 insgesamt 10,13 Cent pro Kilowattstunde bezahlen, in Frankreich lag der Preis bei 5,8 Cent.