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Staaten mit der niedrigsten Korruption im öffentlichen Sektor

Staaten mit dem niedrigsten Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) im öffentlichen Sektor in 2008

Staaten mit der niedrigsten Korruption im öffentlichen Sektor
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Weltweit; keine Angabe zur Altersgruppe; keine Angabe

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Lesehilfe: Das Balkendiagramm zeigt die Staaten mit der niedrigsten Korruption im öffentlichen Sektor. Norwegen hatten in der Erhebnung einen Korruptionswahrnehmungsindexwert von 7,9.

Bericht zum Thema

24.09.2008

Bericht von Transparency International

Korruption macht vor Europa nicht halt

Korruption: Argumente aus dem Koffer (Foto: kamshots, flickr/cc) Korruption: Argumente aus dem Koffer

Der Korruptionsindex CPI wird jährlich von der Antikorruptionsorganisation Transparency International ermittelt. Die daraus entstehende Rangliste gewährt einen Einblick darin, welche Länder von Korruption befallen sind. Während Deutschland einen ähnlichen Wert aufweist wie 2007, fallen andere europäische Länder zurück.

Der CPI ermittelt das Maß der Korruption im öffentlichen Sektor eines Staates und definiert Korruption als den Missbrauch von öffentlicher Macht zum privaten Nutzen. Dies kann das kleine Geschenk an den Amtsleiter sein, um sicher die Einreisepapiere zu erhalten, oder die millionenschwere Barzahlung einer Baufirma im Kampf um eine Auftragsvergabe. Zu den korruptionsreichsten Ländern der Erde zählen Somalia, der Irak und Afghanistan. Am wenigsten unter Bestechungen im öffentlichen Sektor zu leiden haben Dänemark, Schweden und Neuseeland.

Der Korruptionsindex basiert auf 13 verschiedenen Umfragetypen, die in verschiedenen unabhängigen Institutionen wie Banken oder Stiftungen durchgeführt werden. Die Befragung richtet sich in diesen Organisationen an Geschäftsleute und Experten, die sich vor verschiedenen Hintergründen mit der Analyse eines Landes beschäftigen. Die Bertelsmannstiftung beispielsweise wurde herangezogen, um die Fähigkeit von Regierungen zu bewerten, aktiv gegen Korruption vorzugehen.

An den Umfragen zu einem Land nehmen sowohl inländische Personen als auch ausländische Experten teil. In den verschiedenen Fragebögen werden die Teilnehmer gebeten, detailliert Stellung zu verschiedenen offen formulierten Fragen zu nehmen. So ermittelt Transparency International unter anderem, ob in den nationalen Medien über Korruptionsfälle berichtet wird, welche Kontrollbehörden etabliert sind und wie diese agieren oder wie die Finanzierung politischer Machtverbände (z. B. Parteien) organisiert ist.

Europäische Staaten mit Problemen

Transparency International verweist darauf, dass Trends in der Befragung mit Vorsicht zu behandeln sind. Der Indexwert von 2008 basiert auf Daten aus den vergangenen zwei Jahren, die wiederum Wahrnehmungen der Befragten wiedergeben, die sich gegebenenfalls über einen länger zurückliegenden Zeitraum gebildet haben. Daher werden tatsächliche Veränderungen in der Wahrnehmung von Korruption im Index erst über einen längeren Betrachtungszeitraum hinweg sichtbar.

Dennoch nennt die Organisation sechs europäische Länder, denen eine „nennenswerte negative Entwicklung“ bescheinigt wird. Neben Bulgarien, Finnland und Portugal werden Frankreich, Großbritannien und Italien genannt. Am stärksten fällt unter diesen Ländern Bulgarien in der Rangliste zurück (minus 8 Plätze), gefolgt von Norwegen (minus 5 Plätze). Die größten absoluten Punkteinbußen müssen Norwegen (minus 0,8 auf 7,9 Punkte) und Großbritannien (minus 0,7 auf 7,7 Punkte) hinnehmen.

Verbesserungen im Vergleich zu 2007 wurden unter anderem für Albanien, Südkorea und die Türkei erfasst. Deutschland hat sich mit Position 14 bei einem Punktwert von 7,9 gegenüber der Position 16 (Punktwert 7,8) im Jahr 2007 leicht verbessert. Laut Transparency International spiegelt dies wider, dass in der deutschen Verwaltung und Politik zuletzt keine größeren Korruptionsfälle zu verzeichnen waren. Deutschland verharrt damit im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern im Mittelfeld.


(Foto: kamshots, flickr/cc)

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