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Herkunft der Waffe bei Amokläufen

Herkunft der Waffe bei den folgenschwersten Amokläufen in westlichen Demokratien seit 1966

Herkunft der Waffe bei Amokläufen

Lesehilfe: In 95 Prozent der Fälle eines Amokläufes in westlichen Demokratien stammte die Waffe des Täters aus einer illiegalen Herkunft.

Erhebung

Erhebung durchGun Control Network
Erhebungszeitraum1966 bis 2008
UntersuchungsgegenstandHerkunft der Waffe bei Amokläufen
RegionWestliche Demokratien
Altersgruppekeine Angabe

Veröffentlichung

Veröffentlicht durchGun Control Network, Presse
HerkunftsverweisPresseberichte, Veröffentlichungen; Gun-control-network.org
Veröffentlichungsdatum23. September 2008

Hinweise

Ausgangspunkt dieser Analyse ist die Berechnung von Philip Alpers (Harvard Injury Control Research Center, Harvard School of Public Health, Boston, MA.), die vom Gun Control Network zitiert wird. Diese Berechnung wurde um Taten jüngeren Datums ergänzt. Als legal erworben gelten dabei Waffen, die in einem üblichen Kaufvorgang erworben und offiziell registriert wurden, auch wenn der Kaufvorgang selbst nicht allen rechtlichen Ansprüchen genügt hat. Die Berechnung erfolgte auf der Basis einer Zusammenstellung der schwersten Amokläufe in westlichen Demokratien seit 1966 bis September 2008. Die Liste der zugrunde liegenden 23 Taten wurde aus verschiedenen Quellen zusammengestellt und die Daten in Presseberichten gegengeprüft. Dennoch besteht nicht der Anspruch auf unbedingte Vollständigkeit der Taten im genannten Zeitraum. Das Ergebnis ist daher als näherungsweise Analyse zu lesen.

Bericht zum Thema

23.09.2008

Amoklauf

Töten mit Waffenschein

Tatwaffen häufig ganz legal erworben (Foto: Marcin Wichary, flickr/cc) Tatwaffen häufig ganz legal erworben

Der jüngste Amoklauf in Finnland forderte nach aktuellen Presseberichten mindestens neun Todesopfer. Trotz restriktiver Waffengesetze in Europa sind Amokläufe nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Die Tatwaffen erwerben Täter dies- und jenseits des Atlantiks häufig völlig legal.

Bei den folgenschwersten Amokläufen, die in westlichen Demokratien bisher verübt wurden, waren die meisten Täter legal im Besitz ihrer Waffe bzw. waren als Besitzer eingetragen. Dies gilt nicht nur für Vorfälle in den USA, die für ihren liberalen Umgang mit dem Verkauf von Handfeuerwaffen bekannt sind. Auch in Europa können in den meisten Ländern tödliche Schusswaffen erworben werden, wenn Personen dafür einen nachvollziehbaren Verwendungszweck anführen können. In Deutschland gilt dies unter anderem für Jäger und Sportschützen. In aller Regel sind es Feuerwaffen, mit denen Täter bei Amokläufen ihre Opfer ermorden. Nur in wenigen Ausnahmefällen wie beispielsweise 2008 in Japan handelt es sich bei den Tatwaffen um Messer oder Schwerter, die ohnehin nahezu frei veräußert werden.

Ersten Presseberichten zu Folge war auch der Täter des Amoklaufs im finnischen Kauhajoki legal im Besitz seiner Waffe. Zwar hatte die finnische Regierung in Folge zweier vergleichbarer Überfälle mit 16 Toten in 2007 das zuvor sehr liberale Waffenrecht in Teilen verschärft. Doch offenbar hindern Gesetze die Täter von Amokläufen nicht daran, die notwendigen Anstrengungen wie Bescheinigungen zu Sportübungen oder Abnahme eines Jagdscheins zu unternehmen, um in den Besitz der begehrten Waffen zu kommen.

Dass Amokläufe auch außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika auftreten, zeigt die Liste der Vorfälle mit den höchsten Operzahlen aus den vergangenen fünf Jahrzehnten. Etwa jeder zweite dieser Amokläufe mit besonders hoher Opferzahl fand in vermeintlich sicheren Ländern wie Australien, Deutschland oder der Schweiz statt. Betrachtet man die Zahl der Opfer nach Regionen, zeigt sich das gleiche Bild. Zwar beklagt Amerika die meisten Toten durch diese Art von Gewaltverbrechen, doch ein Drittel der Opfer entfällt – trotz restriktiverer Waffengesetze – auf Europa.

Auch Deutschland nimmt unter den folgenschwersten Amokläufen der vergangenen Jahrzehnte seinen traurigen Platz ein. 2002 kamen beim Blutbad am Gutenberg-Gymnasium von Erfurt 16 Menschen ums Leben. Ein ehemaliger Schüler der Schule feuerte, mit einer Pistole und einer Pumpgun (Repetier-Schrotflinte) bewaffnet, wahllos auf Mitschüler und Lehrer. Als Motiv wird die Verweisung von der Schule angenommen, die als Folge einer Urkundenfälschung ausgesprochen wurde. Für beide Tatwaffen besaß der Täter eine offizielle Waffenbesitzkarte.


(Foto: Marcin Wichary, flickr/cc)

Grapherläuterung als Text für Text-to-Speech-Tools

Der Titel der abgebildeten Statistik lautet "Herkunft der Waffe bei den folgenschwersten Amokläufen in westlichen Demokratien seit 1966". Für diese Statistik kann nur das aggregierte Ergebnis wiedergegeben werden. Die Filterfunktion steht für diese Statistik leider nicht zur Verfügung. Das Veröffentlichungsdatum dieser Erhebung ist der 23. September 2008. Veröffentlicher der Untersuchung ist Gun Control Network. Der genaue Herkunftsverweis zur Quelle lautet: Presseberichte, Veröffentlichungen; Gun-control-network.org. Der Graph zeigt an der X-Achse keine übergeordnete Beschreibung. Die Y-Achse trägt die Kennzeichnung "Anteil an verübten Amokläufen". Die nun nachfolgende Erläuterung der Balken geht von links nach rechts. Die Antwortoption "Tatwaffe wurde legal erworben" weist als Wert 95,00 Prozent aus. Die Antwortoption "Tatwaffe wurde illegal erworben" ist mit 5,00 Prozent ausgewiesen.

Für diese Befragung gelten die folgenden zusätzlichen Hinweise: Ausgangspunkt dieser Analyse ist die Berechnung von Philip Alpers (Harvard Injury Control Research Center, Harvard School of Public Health, Boston, MA.), die vom Gun Control Network zitiert wird. Diese Berechnung wurde um Taten jüngeren Datums ergänzt. Als legal erworben gelten dabei Waffen, die in einem üblichen Kaufvorgang erworben und offiziell registriert wurden, auch wenn der Kaufvorgang selbst nicht allen rechtlichen Ansprüchen genügt hat. Die Berechnung erfolgte auf der Basis einer Zusammenstellung der schwersten Amokläufe in westlichen Demokratien seit 1966 bis September 2008. Die Liste der zugrunde liegenden 23 Taten wurde aus verschiedenen Quellen zusammengestellt und die Daten in Presseberichten gegengeprüft. Dennoch besteht nicht der Anspruch auf unbedingte Vollständigkeit der Taten im genannten Zeitraum. Das Ergebnis ist daher als näherungsweise Analyse zu lesen. Bei Statista zugeordnet wurde die beschriebene Untersuchung der Oberkategorie "Gesellschaft" und der Unterkategorie "Recht & Justiz". Dieser Frage wurden als Stichworte (Tags) Amok, Amoklauf, Ermordung, Gewalt, Kriminalität, Mord, Schusswaffe, tot, Tote, Verbrechen, Waffe, Waffen, Waffenhandel zugewiesen.

Nachfolgend einige Hintergrundinformationen zur Statistik "Herkunft der Waffe bei den folgenschwersten Amokläufen in westlichen Demokratien seit 1966", soweit diese vorliegen. Als Ersteller der Studie ist angegeben: Gun Control Network. Die Daten wurden in folgendem Zeitraum erhoben: 1966 bis 2008. Das vorliegende Ergebnis gilt für die Region Westliche Demokratien. Für Personen dieser Erhebung gilt folgendes Alter: keine Angabe.

Dieser Textservice für die Sprachausgabe über Vorlese-Tools wird angeboten von Statista. Bitte beachten Sie, dass in Folge der automatischen Zuspielung von Daten an einigen Stellen grammatikalische Fehler auftreten können. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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Erhebung durchGun Control Network
Erhebungszeitraum1966 bis 2008
UntersuchungsgegenstandHerkunft der Waffe bei Amokläufen
RegionWestliche Demokratien
Altersgruppekeine Angabe

Veröffentlichung

Veröffentlicht durchGun Control Network, Presse
HerkunftsverweisPresseberichte, Veröffentlichungen; Gun-control-network.org
Veröffentlichungsdatum23. September 2008

Hinweise

Ausgangspunkt dieser Analyse ist die Berechnung von Philip Alpers (Harvard Injury Control Research Center, Harvard School of Public Health, Boston, MA.), die vom Gun Control Network zitiert wird. Diese Berechnung wurde um Taten jüngeren Datums ergänzt. Als legal erworben gelten dabei Waffen, die in einem üblichen Kaufvorgang erworben und offiziell registriert wurden, auch wenn der Kaufvorgang selbst nicht allen rechtlichen Ansprüchen genügt hat. Die Berechnung erfolgte auf der Basis einer Zusammenstellung der schwersten Amokläufe in westlichen Demokratien seit 1966 bis September 2008. Die Liste der zugrunde liegenden 23 Taten wurde aus verschiedenen Quellen zusammengestellt und die Daten in Presseberichten gegengeprüft. Dennoch besteht nicht der Anspruch auf unbedingte Vollständigkeit der Taten im genannten Zeitraum. Das Ergebnis ist daher als näherungsweise Analyse zu lesen.
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