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Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Europa

Jahreseinkommen in Euro, das man in Europa als Alleinlebender mindestens erzielen muss, um nicht als armutsgefährdet zu gelten

Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Europa

Lesehilfe: Das Balkendiagramm zeigt die Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Europa. In Deutschland liegt Grenze zur Armutsgefährdung bei einem Jahreseinkommen von 9.370.

Erhebung

Erhebung durchEurostat
Erhebungszeitraum2005

Befragung

Anzahl der Befragten200.000 Haushalte
RegionEU

Veröffentlichung

Veröffentlicht durchStatistisches Bundesamt
Herkunftsverweisdestatis.de
Veröffentlichungsdatum8. Juli 2008

Hinweise

Die Statistik bezieht sich auf die Europäische Union, welche vor dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens am 01.01.2007 aus 25 Mitgliedstaaten bestand. Berechnungsgrundlage: 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Zu Großbritannien werden keine Angaben gemacht, da der Stichprobenumfang unter 20 Einheiten lag oder der Antwortausfall auf Merkmalsebene mehr als 50 Prozent betrug. Zur Berechnung der Armutsgefährdungsquote wird zunächst das von allen Haushaltsmitgliedern tatsächlich erzielte Haushaltseinkommen des Vorjahres herangezogen. Es setzt sich zusammen aus dem Einkommen aus selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit, dem Einkommen aus Vermögen, Renten und Pensionen sowie empfangenen laufenden Transfers – wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld. Direkte Steuern und Sozialbeiträge sind abgezogen.

Bericht zum Thema

09.07.2008

Armut

Arm mit 1.500 Euro im Monat

Wer weniger als 9.370 € jährlich verdient gilt als arm (Foto: Rich Legg, istock) 13 Prozent gelten in Deutschland als armutsgefährdet

Wer in Deutschland als Normalverdiener gilt, würde in anderen europäischen Ländern schon als arm gelten. Die statistische Berechnung für „Armut“ orientiert sich am durchschnittlichen Nettoeinkommen – und das ist in der EU sehr unterschiedlich.

Ein Deutscher gilt als armutsgefährdet, wenn er weniger als 9.370 Euro jährlich beziehungsweise 781 Euro monatlich zur Verfügung hat. Die Berechnungsgrundlage für die Trennlinie zwischen relativem Wohlstand und drohender Armut liefert das Durchschnittseinkommen eines Landes – dieses liegt in Deutschland bei 15.617 Euro im Jahr. Wer mindestens 60 Prozent dieses Wertes verdient, gilt nicht als armutsgefährdet. In Luxemburg liegt die Armutsgrenze bei stolzen 1.484 Euro im Monat, weil das Durchschnittseinkommen der Luxemburger rund 90 Prozent höher ist als bei den Deutschen.

Armutsgrenzen schwanken


Europaweit schwanken die Armutsgrenzen beträchtlich. Am niedrigsten ist der Grenzwert in Litauen – dort ist von Armut bedroht, wer weniger als 127 Euro monatlich verdient. Schon zwischen direkten Nachbarn der Bundesrepublik wie Dänemark (1.131€), Frankreich (809€) oder Polen (156€) herrscht ein beträchtliches Gefälle. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Einkommen und Lebensstandards in den europäischen Ländern. In Norwegen (1.389€) verdienen die Arbeitnehmer deutlich mehr als etwa in Griechenland (493€).

Deutschland unterdurchschnittlich arm


Genau wie die Grenzwerte variieren, schwankt auch der Anteil der armutsgefährdeten Personen in den Ländern. Deutschland liegt mit 13 Prozent der Bevölkerung, die ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze haben, unter dem EU-Durchschnitt (16 Prozent). Besonders hoch ist die Quote in Lettland (23 Prozent), besonders niedrig unter anderem in Tschechien (10 Prozent). Die aktuelle Realität bilden diese Zahlen aber nur begrenzt ab. Die zu Grunde gelegten Einkommensdaten stammen aus dem Jahr 2005.

Kritik an relativer Armutsgrenze

Kritiker bemängeln an der relativen Armutsberechnung, dass es aufgrund der verwendeten Berechnungslogik immer arme Menschen geben wird – selbst dann, wenn in einem fiktiven Staat nur Einkommensmillionäre leben würden. Denn auch hier würde durch die Streuung der Einkommen ein Teil der Bevölkerung unter 60 Prozent des Durchschnittseinkommens liegen – auch wenn das bei einigen hunderttausend Euro im Jahr läge. Ein Gegenentwurf zur relativen Armutsberechnung wäre es, anhand von tatsächlichen Lebenshaltungskosten eine statistische „absolute Armutsgrenze“ zu ziehen.

Weiterführende Informationen zum Thema Armut in Deutschland finden Sie hier.


(Foto: Rich Legg, istock)

Grapherläuterung als Text für Text-to-Speech-Tools

Dieser Graph zeigt Erhebungsergebnisse zum Thema "Jahreseinkommen in Euro, das man in Europa als Alleinlebender mindestens erzielen muss, um nicht als armutsgefährdet zu gelten". Für diese Statistik kann nur das aggregierte Ergebnis wiedergegeben werden. Eine Filterung der Erhebung ist leider nicht möglich. Die Befragung wurde zuerst veröffentlicht am 8. Juli 2008. Die Erhebung wurde herausgebracht durch Eurostat. Der Herkunftsverweis zur Quelle der Statistik lautet: destatis.de. An der X-Achse ist keine gesonderte Definition angegeben. Die Y-Achse ist beschrieben mit "Armutsgrenze in Euro". Die folgende Beschreibung der Balken verläuft von oben nach unten. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in den EU-25 (Schätzung Eurostat)" weist als Wert 8368,00 € aus. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Luxemburg" ist mit 17808,00 € ausgewiesen. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Island (vorläufiges Ergebnis)" weist als Wert 16793,00 € aus. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Norwegen" ist von 16668,00 € der Befragten angegeben worden. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Dänemark" ist mit 13598,00 € ausgewiesen. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Irland" ist mit 11808,00 € ausgewiesen. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Finnland" ist mit 10987,00 € ausgewiesen. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Österreich" ist mit 10711,00 € ausgewiesen. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Schweden" ist mit 10638,00 € ausgewiesen. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in den Niederlanden" weist als Wert 10356,00 € aus. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Belgien" weist als Wert 10316,00 € aus. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Frankreich" weist als Wert 9712,00 € aus. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Deutschland" weist als Wert 9370,00 € aus. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Zypern" weist als Wert 8719,00 € aus. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Italien" weist als Wert 8712,00 € aus. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Spanien" weist als Wert 6860,00 € aus. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Griechenland" weist als Wert 5910,00 € aus. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Slowenien" weist als Wert 5589,00 € aus. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Malta (vorläufiges Ergebnis)" weist als Wert 5077,00 € aus. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Portugal (vorläufiges Ergebnis)" weist als Wert 4386,00 € aus. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in der Tschechischen Republik" weist als Wert 2878,00 € aus. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Ungarn" weist als Wert 2308,00 € aus. Die Antwort "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Estland" weist als Wert 2183,00 € aus. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Slowakei" weist als Wert 1988,00 € aus. Die Antwortoption "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Polen" weist als Wert 1867,00 € aus. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Lettland" weist als Wert 1520,00 € aus. Die Merkmalsausprägung "Einkommensgrenzen für Armutsgefährdung in Litauen" weist als Wert 1519,00 € aus.

Folgende Anmerkungen wurden für diese Umfrage festgehalten: Die Statistik bezieht sich auf die Europäische Union, welche vor dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens am 01.01.2007 aus 25 Mitgliedstaaten bestand. Berechnungsgrundlage: 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Zu Großbritannien werden keine Angaben gemacht, da der Stichprobenumfang unter 20 Einheiten lag oder der Antwortausfall auf Merkmalsebene mehr als 50 Prozent betrug. Zur Berechnung der Armutsgefährdungsquote wird zunächst das von allen Haushaltsmitgliedern tatsächlich erzielte Haushaltseinkommen des Vorjahres herangezogen. Es setzt sich zusammen aus dem Einkommen aus selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit, dem Einkommen aus Vermögen, Renten und Pensionen sowie empfangenen laufenden Transfers – wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld. Direkte Steuern und Sozialbeiträge sind abgezogen. Die vorliegende Erhebung wurde bei Statista katalogisiert in der Oberkategorie "Gesellschaft" und der Unterkategorie "Demographie". Dieser Frage wurden als Stichworte (Tags) Armut, Armutsgefährdung, Einkommen, Einkommensgrenzen, Euro, Europa, Europäische Union, Finanzen, Geld zugewiesen.

Es folgen Hintergrundinformationen zur aufgeführten Statistik "Jahreseinkommen in Euro, das man in Europa als Alleinlebender mindestens erzielen muss, um nicht als armutsgefährdet zu gelten", soweit diese vorhanden sind. Anzahl der befragten Personen: 200.000 Haushalte. Als Ersteller der Studie ist angegeben: Eurostat. Die Daten wurden in folgendem Zeitraum erhoben: 2005. Die angezeigte Statistik ist gültig für die Region EU.

Dieser Textservice , der die Sprachausgabe mittels Vorlese-Tools erlaubt, wird bereitgestellt durch Statista. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der automatisierten Datenzuspielung gelegentlich Fehler bezüglich grammatikalischer Formulierungen vorkommen können. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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Veröffentlichungsdatum8. Juli 2008

Hinweise

Die Statistik bezieht sich auf die Europäische Union, welche vor dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens am 01.01.2007 aus 25 Mitgliedstaaten bestand. Berechnungsgrundlage: 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Zu Großbritannien werden keine Angaben gemacht, da der Stichprobenumfang unter 20 Einheiten lag oder der Antwortausfall auf Merkmalsebene mehr als 50 Prozent betrug. Zur Berechnung der Armutsgefährdungsquote wird zunächst das von allen Haushaltsmitgliedern tatsächlich erzielte Haushaltseinkommen des Vorjahres herangezogen. Es setzt sich zusammen aus dem Einkommen aus selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit, dem Einkommen aus Vermögen, Renten und Pensionen sowie empfangenen laufenden Transfers – wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld. Direkte Steuern und Sozialbeiträge sind abgezogen.
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