Handynutzung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland 2011
Die Handynutzung ist aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Im Jahr 2011 nutzten in Deutschland mehr als 70 Prozent der 6- bis 19-Jährigen regelmäßig ein Handy und 65 Prozent besaßen ein eigenes Handy.
Geschlechterspezifische Unterschiede gibt es bei der Handynutzung nicht. Bei den 6- bis 19-Jährigen Mädchen nutzen 74 Prozent ein Mobiltelefon, bei den Jungen waren es 73 Prozent. Das Handy hat sich somit, knapp zwanzig Jahre nach Einführung der GSM-Mobilfunknetze in Deutschland, einen festen Platz in deutschen Kinder- und Jugendzimmern erobert.
Vor allem in der Gruppe der 12- bis 19-Jährigen ist das Mobiltelefon weit verbreitet. Mehr als 90 Prozent der befragten Teenager nutzten im Jahr 2011 ein Handy. Aber auch bei Kindern im Grundschulalter wächst die Handynutzung. Bei den 6- bis 7-Jährigen ist der Anteil der Handynutzer von acht Prozent im Jahr 2008 auf über zwanzig Prozent im Jahr 2011 gestiegen. In der Gruppe der 8- bis 9-Jährigen nutzten mehr als dreißig Prozent ein Handy.
Auffällig ist ein sprunghafter Anstieg in der Handynutzung auf über 60 Prozent bei den 10- bis 11-Jährigen. Laut Experten spielt vor allem ein Sicherheitsaspekt eine entscheidende Rolle: Kinder wechseln im Alter von zehn Jahren auf weiterführende Schulen. Eltern wünschen sich, mit ihren Kindern in Kontakt zu bleiben, da dieser Schulwechsel üblicherweise mit einem weiteren Schulweg und einem räumlich vergrößerten Freundeskreis einhergeht.
Ab dem zwölften Geburtstag nutzen fast alle Jugendlichen in Deutschland ein Handy, wobei über 80 Prozent der 12- bis 13-Jährigen auch ein eigenes Handy besitzen. Bei den 14- bis 15-Jährigen sind es über 85 Prozent und bei den 16- bis 17-Jährigen beläuft sich der Anteil der Handybesitzer auf 95 Prozent.
Die meisten Jugendlichen gebrauchen ihre Mobiltelefone vor allem für Telefonate, SMS oder Fotos. Danach folgen Funktionen wie Musik hören oder Handyspiele spielen. Das Abrufen oder Versenden von E-Mails oder die Nutzung zur Navigation ist unter Jugendlichen nicht sehr weit verbreitet.