Informations- und Kommunikationstechnologien

E-Commerce boomt in Europa Foto: KaVass, flickr/cc E-Commerce boomt in Europa Foto: KaVass, flickr/cc

Im Januar 2009 hatten in der EU27 93% der Unternehmen1 mit mindestens zehn Beschäftigten Zugang zum Internet und 82% der Untenehmen verfügten über einen Breitband-Internetzugang. Der Internetzugang ermöglicht den Unternehmen unter anderem den elektronischen Ein- und Verkauf von Produkten: Im Jahr 2008 wurde in der EU27 12% des Unternehmensumsatzes mit E-Commerce2 erwirtschaftet. Diese Daten3 stammen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, und sind ein Teil der Ergebnisse einer Erhebung über die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Unternehmen, die Anfang 2009 in den Mitgliedstaaten der EU27, Kroatien und Norwegen durchgeführt wurde.

Fast alle Unternehmen in Finnland, Dänemark, Österreich und der Slowakei verfügen über Internetzugang

Im Januar 2009 wurden die höchsten Anteile von Unternehmen mit einem Internetzugang in der EU27 in Finnland (100%), Dänemark, Österreich und der Slowakei (je 98%) und Deutschland (97%) verzeichnet. In nur sechs Mitgliedstaaten lag der Anteil unter 90%: Rumänien (72%), Bulgarien (83%), Lettland und Ungarn (je 87%), Zypern (88%) und Griechenland (89%). Im Januar 2009 lag der Anteil von Unternehmen mit einem Breitbandzugang bei über 90% in Finnland (94%), Spanien und Malta (je 93%) und Frankreich (92%). Nur in Rumänien (40%), Litauen (57%) und Polen (58%) verfügten weniger als 60% der Unternehmen über einen Breitbandzugang.

Knapp über ein Viertel des Umsatzes durch E-Commerce wurde mit dem Ausland erwirtschaftet

Der Anteil des Unternehmensumsatzes durch E-Commerce2 im Jahr 2008 unterschied sich deutlich zwischen den Mitgliedstaaten. Die höchsten Anteile wurden in Irland (26%), Finnland und Schweden (je 18%), der Tschechischen Republik, Deutschland und dem Vereinigten Königreich (je 15%), Ungarn (14%) und Frankreich (13%) verzeichnet. Die niedrigsten Anteile wurden in Bulgarien und Zypern (je 1%) beobachtet. In der EU27 wurden drei Viertel (73%) des Umsatzes durch E-Commerce von Unternehmen innerhalb des Landes erwirtschaftet, 19% in einen anderen EU27-Mitgliedstaat und 8% außerhalb der EU27. Über 80% des Umsatzes durch E-Commerce von Unternehmen innerhalb des Landes wurden in Lettland (88%), Bulgarien (85%), dem Vereinigten Königreich (83%), Griechenland und Frankreich (beide 82%) und Spanien (81%) getätigt. Ungarn (60%) verzeichnete den höchsten Anteil des Umsatzes durch E-Commerce in einen anderen Mitgliedstaat, gefolgt von Zypern (51%), der Slowakei (44%) und Irland (39%). Die höchsten Anteile des Umsatzes durch E-Commerce außerhalb der EU27 wurden in Malta (56%), der Slowakei (34%), Irland (23%) und Zypern (20%) beobachtet.

Hauptnutzung der RFID-Technologie in der EU27: Personenidentifizierung oder Zugangskontrolle

Bei der Funkfrequenzkennzeichnung (RFID)4 handelt es sich um eine Technologie, bei der spezielle Etiketten verwendet werden, um Daten mittels Funkwellen zu erhalten. Unter anderem wird diese Technologie zur Erfassung von Frachtverkehr an Frachterminals, zur Bestandskontrolle, als Mautsystem für Autobahnen und Brücken oder zur Identifizierung und Zugangskontrolle von Personen genutzt. Im Januar 2009 nutzten in der EU27 3% der Unternehmen1 die RFID-Technologie. Die Niederlande (9%), Finnland (8%), Deutschland, Spanien, Österreich und die Slowakei (je 4%) hatten die höchsten Anteile von Unternehmen, die RFID nutzten, und Griechenland, Zypern und Rumänien (je 1%) die niedrigsten. Diese Technologie wird für eine Vielzahl von Zwecken genutzt. In Unternehmen in der EU27 wurde die RFID-Technologie hauptsächlich zur Personenidentifizierung oder Zugangskontrolle (56%), zur Bestandsnachverfolgung und –rückverfolgung (29%), für Zahlungen, z. B. Autobahngebühren (25%), zur Produktidentifizierung (24%), zur Überwachung der industriellen Fertigung (21%) und zur Verwaltung der Wartungs- und Instandhaltungsinformation (15%) genutzt.