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Gesellschaft

Gehalt im Vergleich

stern-Gehaltsreport: Im Vergleich zu 1990 verdienen viele in Deutschland heute weniger

Arbeiter büßten beim Lohn seit 1990 am stärksten ein. (Foto: Pedliano, flickr/cc) Arbeiter büßten beim Lohn seit 1990 am stärksten ein. (Foto: Pedliano, flickr/cc)

(Hamburg) Viele Deutsche hatten 2008 inflationsbereinigt im Vergleich zu 1990 ein geringeres Gehalt. Besonders dramatisch ist der Verlust bei den Ärzten, die 50% weniger verdienten als vor 18 Jahren, jedoch mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen in Deutschland von 6.400€ immer noch die Top-Verdiener sind.

Dies zeigen die Ergebnisse des stern-Gehaltsreports, der umfassend über die Einkommenssituation unterschiedlicher Berufsgruppen berichtet. Grundlage der Analysen von Statista sind das Sozio-oekonomische Panel (SOEP), Untersuchungen der Hans-Böckler-Stiftung zur Entwicklung der Tarifverträge sowie Daten des Statistischen Bundesamtes zur Gehaltsentwicklung in Deutschland.

Neben den Ärzten zählen Verwaltungsfachleute des höheren Dienstes, Geschäftsführer, Unternehmensberater und Anwälte zu den Top-Verdienern des Gehalts-Checks 2008. Im Vergleich zu 1990 haben jedoch bis auf die Verwaltungsfachleute alle einen Einkommensrückgang zu verkraften. Eine positive Gehaltsentwicklung haben Grafiker und Designer, Marketingfachleute, Makler und Landwirte verzeichnen können. Die meisten der analysierten Berufsgruppen müssen jedoch aufgrund der hohen Inflation von rund 47% in den vergangenen 18 Jahren mit deutlichen Gehaltseinbußen leben.

Bei der Gehaltsentwicklung nach beruflicher Stellung liegen Arbeiter mit nur 2.280€ brutto auf dem letzten Rang. Sie müssen im Vergleich auch mit -5% die größten Gehaltseinbußen hinnehmen. Der Bruttoverdienst der Beamten stieg seit 1990 inflationsbereinigt mit 10,7% am stärksten.

Auch der Vergleich zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern überrascht: Die über 50-Jährigen verdienen im Schnitt brutto 500 Euro mehr als ihre jüngeren Kollegen. Die Älteren konnten ihr Gehalt zudem deutlich stärker steigern und den Kaufkraftverlust der letzten Jahre mehr als ausgleichen, was den jüngeren Beschäftigten in dem Maße nicht gelang.

Mehr Informationen zum großen stern-Gehaltsreport finden Sie in der aktuellen Stern-Ausgabe 2/2010 und bei Statista.

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