Wettbewerbsfaktor Umweltschutz
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Der Handelsverband Deutschland (HDE) stellte am Montagabend in Brüssel seine neue Broschüre ‚Umweltschutz leben - ein Beitrag des Handels’ vor. Damit gibt der deutsche Handel einen beispielhaften Einblick in die vielfältigen Initiativen, mit denen Einzelhandelsunternehmen von sich aus auf die großen umweltpolitischen Fragen unserer Zeit antworten. "Der Handel übernimmt an vielen Stellen tagtäglich gesellschaftliche Verantwortung. In der Lieferkette, in der Sortimentauswahl, in der Gestaltung der Geschäfte, gegenüber seinen Mitarbeitern oder in der breiten Gesellschaft. Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit gehen bei uns Hand in Hand und sind gelebte Praxis“, führte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in das Thema ein. "Dieses freiwillige Engagement, das für die Unternehmen natürlich auch ein Wettbewerbsfaktor ist, sollte nicht erstickt werden. Deshalb appelliere ich an die Politik in der Europäischen Union ebenso wie in Deutschland: Besinnen Sie sich auf Ihre ureigenste Aufgabe: einen Ordnungsrahmen zu schaffen, innerhalb dessen sich Wirtschaft und Gesellschaft frei entwickeln können. Kurz gesagt, regeln Sie so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich."
Der Einzelhandel wolle zusammen mit allen Beteiligten an ganzheitlichen Initiativen mitwirken und gemeinsam mit Politik, Herstellern und Verbraucherorganisationen den Dialog und die Zusammenarbeit auszubauen."Der Schutz unserer Lebensgrundlagen hat im deutschen Handel Tradition und in den letzten Jahren eine enorme Eigendynamik entwickelt", erläuterte Karl-Erivan Haub (Tengelmann), Vorsitzender des HDE-Bereichs Großfläche und Filialbetriebe, bei der Vorstellung der Broschüre vor Vertretern aus Handel und Politik, darunter Jo Leinen, Vorsitzender des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments. „Nachhaltige Geschäftsmodelle sind für erfolgreiche Einzelhandelsformate von entscheidender Bedeutung“, so Haub weiter.
Die Broschüre "Umweltschutz leben – ein Beitrag des Handels" versammelt Beispiele von 14 Handelsunternehmen in drei Bereichen der Nachhaltigkeit: Grüne Produkte und nachhaltiger Konsum, Verkehr und Beschaffung sowie Nachhaltigkeit am Standort. In seinem Grußwort würdigt Karl-Friedrich Falkenberg, Generaldirektor Umwelt der Europäischen Kommission, das Engagement des Einzelhandels. Und Georg Abel, Bundesgeschäftsführer Verbraucherinitiative, stellt den Schnittstellencharakter des Einzelhandels zwischen Verbrauchern und Herstellern heraus.