Tourismus in der EU-27

Hotelübernachtungen gingen 2009 um 5 Prozent zurück<br>Foto: Toprural, flickr/cc Hotelübernachtungen gingen 2009 um 5 Prozent zurück
Foto: Toprural, flickr/cc

Im Jahr 2009 wurden in der EU27 fast 1,5 Milliarden Übernachtungen in Hotels und ähnlichen Betrieben verbracht, dies bedeutet einen Rückgang um 5,1% gegenüber 2008, nach einer jährlichen Veränderung von -0,2% in 2008 und +3,5% im Jahr 2007. Die Zahl der Hotelübernachtungen von Inländern im eigenen Land fiel um 1,6% im Jahr 2009 und die Hotelübernachtungen von Nichtinländern um 9,1%. Der Rückgang der Anzahl der Hotelübernachtungen in der EU27, der in der Mitte des Jahres 2008 begann, verlangsamte sich im Jahr 2009. Die Anzahl der Hotelübernachtungen fiel mit einer jährlichen Rate von 8,0% zwischen Januar und April 2009 (im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum), um 4,1% zwischen Mai und August und um 3,6% im Zeitraum von September bis Dezember.

Diese Schätzungen, welche die Übernachtungen für sowohl Geschäftsreisen als auch für Urlaubsreisen beinhalten, stammen aus einer Veröffentlichung von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union. Die Veränderung der Anzahl von Hotelübernachtungen variierte im Jahr 2009 von -23,3% in Lettland bis +0,1% in Schweden. Von den Mitgliedstaaten verzeichneten Spanien (251 Mio. Nächte, -6,5% gegenüber 2008), Italien (238 Mio., -4,3%), Deutschland (216 Mio., -1,4%), Frankreich (191 Mio., -5,6%) und das Vereinigte Königreich (170 Mio., -1,7%) die höchsten Hotelübernachtungszahlen im Jahr 2009. Auf diese fünf Länder entfielen zusammen über 70% aller Hotelübernachtungen in der EU27.

Die Zahl der Hotelübernachtungen fiel 2009 in allen Mitgliedstaaten, außer in Schweden (+0,1%). Die stärksten Rückgänge wurden in Lettland (-23,3%), Litauen (-20,4%), Zypern (-19,7%) und der Slowakei (-18,1%) verzeichnet und die geringsten in Deutschland (-1,4%), dem Vereinigten Königreich (-1,7%), Slowenien (-2,1%) und Österreich (-2,9%). Der Anteil der Nichtinländer an der Gesamtzahl der Übernachtungen reichte von 15% in Rumänien bis zu 96% in Malta.

Die Zahl der Hotelübernachtungen verteilte sich im Jahr 2009 in der EU27 auf Nichtinländer (44%) und Inländer (56%). Abgesehen von den zwei Mittelmeerinseln, Malta (96%) und Zypern (89%), war der Anteil der Nichtinländer in Lettland (73%), Griechenland und Österreich (je 72%) am höchsten. Den geringsten Anteil an Nichtinländern wiesen Rumänien (15%), Deutschland (20%), Schweden (24%), Finnland (27%) und Polen (30%) auf.

Die höchste Anzahl von Hotelübernachtungen von Nichtinländern wurde in Spanien (142 Mio., -8,9% im Vergleich zu 2008), Italien (102 Mio., -7,5%), Frankreich (64 Mio., -11,1%), dem Vereinigten Königreich (59 Mio., -7,8%) und Österreich (58 Mio., -4,6%) verzeichnet, während die Übernachtungszahlen von Inländern in Deutschland (173 Mio., -0,6%), Italien (135 Mio., -1,9%), Frankreich (127 Mio., -2,5%), dem Vereinigten Königreich (111 Mio., +2,2%) und Spanien (109 Mio., -3,1%) am höchsten waren.